Nordlicht trifft temperamentvolle Südländerin

Grünkohl kommt ja oft in Begleitung von Schweinebauch, Bratwurst oder Leberknödel daher, und hat sich so einen bodenständigen und gutbürgerlichen Ruf erarbeitet. Doch das unterschätzte Nordlicht kann auch anders! In Kombination mit einer feurigen italienischen Dame namens “getrocknete und eingelegte Tomate” kommt sein verspielter, lässiger Charakter zum Vorschein.

Mischt sich dann in diese Liaison noch Ziegenkäse, ein zuweilen widerspenstiger und eigensinniger Zeitgenosse, dann wird es spannend!

Mit ein paar simplen Zutaten wie Knoblauch, Chili und Walnüssen aufgewertet macht diese ménage à trois auf dem Tisch eine erstaunlich gute Figur… Nachkochen ausdrücklich empfohlen:)

Farfalle mit Grünkohl und getrockneten Tomaten

Zutaten:

  • eine kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine Chili
  • 500 gr. Nudeln, z.B. Farfalle oder Rigatoni
  • 500 gr. Grünkohl
  • 100 gr. Ziegenfrischkäse
  • etwas Sahne
  • 100 gr. in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
  • eine Handvoll Walnüsse
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer und Muskat zum Würzen

Und so geht’s:

  • Die Walnüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Herausnehmen und beiseite stellen.
  • Den Grünkohl sehr gründlich waschen, von den dicken Stängeln befreien und in mundgerechte Stücke schneiden. Beiseite stellen.
  • Das Nudelwasser zum Kochen bringen und die Nudeln kochen.
  • Währenddessen Zwiebeln, Knoblauch und Chili fein hacken und in der Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Die getrockneten Tomaten fein hacken und dazugeben. Den Ziegenfrischkäse mit etwas Sahne dazugeben und auf kleiner Flamme warm halten.
  • Kurz bevor die Nudeln gar sind, den Grünkohl in einem separaten Topf ins sprudelnd kochende Wasser geben. Nur zwei Minuten kochen, bis der Kohl eine leuchtend gründe Farbe angenommen hat, und dann abgießen.
  • Den Grünkohl in die Soße geben. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Muskat abschmecken.
  • Die Pasta abgießen. Auf den Tellern Nudeln mit der Soße anrichten und mit den gerösteten Walnüssen bestreuen.
  • Guten Appetit!

Und, was haltet ihr von diesem eigenwilligen Trio?

Das Schöne an dem Rezept ist, dass es komplett ohne Plastikverpackung auskommt. Die eingelegten Tomaten kaufe ich auf dem Markt oder im Bioladen, ebenso wie den Ziegenfrischkäse, und zwar in eigenen Behältern. Pasta kaufe ich einfachheitshalber im Supermarkt im Karton (mit sehr kleinem Plastikfenster). Die Walnüsse gibt es auf Märkten oder im Supermarkt auch lose. Diese sind sogar selbstgesammelt.

Der Grünkohl kommt übrigens aus dem Garten:) Für eine Portion reicht es gerade so, mehr kann ich nicht zusammenkratzen. Ich frage mich ja schon, warum das sogenannte Wintergemüse keinerlei Anstalten macht, im Winter zu wachsen. Also, das mit der Selbstversorgung im Winter klappt leider noch gar nicht. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie man Rosenkohl, Grünkohl und CO zum Wachsen bekommt?

Habt ihr auch irgendwelche vegetarischen Winterrezepte auf Lager? Dafür würde ich mich sehr interessieren:)

Liebe Grüße,

Amely

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