Sag’s mit Blumen – ohne Gift!

Heute habe ich eine Solo-Künstlerin in der Vase, nämlich die Rose “Amour Fou”, die sich in unserem Garten ganz prächtig entwickelt hat. Leider steht sie, wie zwei andere schöne Rosen auch, an einem unvorteilhaften Ort. Nur selten kommt man dort vorbei, um die Blütenpracht zu bewundern. Deswegen verschaffe ich hin und wieder besonders schönen Exemplaren einen Auftritt im Wohnzimmer, wo sie dann prompt von Besuchern und Bewohnern bestaunt werden.

Für mich sind Schnittblumen ein Luxus, den ich nicht gewohnt bin. Meine Eltern wären früher nie auf die Idee gekommen, Blumen zu kaufen – die hat man doch im Garten! Und selbst Schnittblumen aus dem Garten waren besonderen Anlässen vorbehalten, denn draußen halten sie doch viel länger!

Doch Schnittblumen sind heute zum Massenprodukt geworden. In Discountern, Supermärkten und beim Floristen erhält man zu jeder Jahreszeit Rosen aus Übersee. Welche Preis die bunte Pracht hat und welche Alternativen es dazu gibt, könnt ihr in meinem Beitrag “Sag’s mit Blumen – ohne Gift!” nachlesen.

Bestimmt fragt ihr euch, warum ich den Artikel nicht auf meinem Blog veröffentlicht habe, sondern im Wochenblatt. Mein Eindruck ist, dass meine Blogleser (also ihr:)) sowieso schon nachhaltig denken und sicher nicht auf die Idee kämen, im Winter Rosen aus Südafrika zu kaufen. Diejenigen, die über diese Themen nicht Bescheid wissen, erreicht mein Blog nicht. Das Wochenblatt wird als kostenlose Printausgabe an viele Haushalte verteilt. Vielleicht stößt so der ein oder andere auf den Beitrag, der sich bisher um nachhaltige Schnittblumen noch keine Gedanken gemacht hat.

Was haltet ihr davon? Wie erreicht man eine Zielgruppe, die sich bisher noch nicht so intensiv mit Nachhaltigkeit beschäftigt hat? Welche Schnittblumen landen bei euch auf dem Tisch (wenn überhaupt)?

Liebe Grüße,

Amely

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19 Kommentare

  1. Liebe Amely,
    Deine Idee finde ich wirklich sehr gut! Bei mir kommen auch fast nur Blumen aus dem Garten in die Vase. Ähnlich wie bei Dir, kenne ich es auch nicht anders, Blumen kaufen oder geschenkt bekommen, war früher ein Luxus und wie schnell war die teure Pracht dann dahin.
    Dazu kommt, dass ich zwar den grossen Tisch habe, wo ich die Pracht präsentieren kann, aber dort ist es gleichzeitig auch viel zu warm und die Blumen verwelken sehr schnell. Mitlerweile habe ich das Regal an der Seite auch dafür.
    Ich wünsche Dir noch viel Spass mit Deiner schönen Gartenpracht.
    Liebe Grüsse und schönes Wochenende
    Nina

    1. Liebe Nina, ich freue mich über deinen Kommentar! Und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich in letzter Zeit so kommentierfaul war… Ich werde mich bessern, versprochen!
      Wenn du einen großen Tisch hast, machen sich Blumen aus dem Garten bestimmt gut! Welche Blumen holst du dir dann ins Haus?
      Liebe Grüße!
      Amely

  2. Liebe Amely,
    bei mir landen kaum Schnittblumen auf dem Tisch…nur wenn ich mal ganz viel übrig habe. Sonst tun mir die Blumen leid, weil sie doch so schnell verwelken. Die Problematik mit den weiten Transportwegen aus Afrika und Holland kenne ich natürlich auch. Daher am besten bei …’Blumen zum selber pflücken’… etwas abschneiden. Dann wird die Natur nicht noch mehr strapaziert mit langen Transportwegen.
    Zur Frage…Wie erreicht man eine Zielgruppe, die sich bisher noch nicht so intensiv mit Nachhaltigkeit beschäftigt hat?
    Ich schreibe gerade für eine Online-Nachrichtenmagazin im Ratgeberteil Balkon und Kräuter/ ökologischer Anbau. Hier erreicht man vor allem junge Leute über die App, die man zusätzlich laden kann. Denn die Jüngeren kaufen weder Tageszeitungen, noch Illustrierte.
    Für die ältere Generation sehe ich Tageszeitung und die klassischen Medien als bestes Portal. Am besten Fernsehen…;-))
    LG Sigrun

    1. Liebe Sigrun, danke für deinen Kommentar! Ja, meistens geht es mir auch so wie dir und ich schneide Blumen lieber nicht ab, sondern lasse sie im Garten blühen. Doch dieses Jahr habe ich extra Zinnien ausgesät, sie treiben nochmal kräftig nach, wenn man sie schneidet. Außerdem sollen sie für viele Schmetterlinge Nahrung bieten. Bin mal gespannt, ob sie kommen! Dann haben sich noch ganz viele Sonnenblumen ausgesät, da kann ich auch einige als Schnittblumen verwenden oder verschenken.
      Ich finde es ganz toll, dass du für ein Online Magazin über ökologische Gartengestaltung schreibst!! Kann man deine Tipps irgendwo nachlesen? Das ist für Jüngere bestimmt eine gute Sache. Es kommt auch darauf an, welche Möglichkeiten man hat… Ich versuche es jetzt mal mit dem Wochenblatt.
      Liebe Grüße,
      Amely

      1. Liebe Amely,
        ja, jeder kann die App laden. Die nennt sich GartenRatgeber InFranken , und dieser Beitrag führt dann auf die zugehörige Webseite. Ich kann die gerne einen Link schicken, wenn du magst.
        Liebe Grüße, Sigrun

        1. Danke, liebe Sigrun, ich habe die Webseite mit deinen Angaben gefunden. Allerdings auf die Schnelle noch keinen Text von dir, aber ich werde weiterstöbern:)
          Liebe Grüße,
          Amely

  3. Das ist ein schöne Rose auch deinem Garten.
    Doch, ich kaufe Blumen im Winter oder Frühling bei meinem Floristen, der selbst Gärtner ist oder aber in einer Gärtnerein Ludwigsburg. Hier fahren wir sogar mit dem Rad an den Feldern vorbei.
    ABER, was wären nun die Gärtnereien in Holland auch das sind Arbeitsplätze.
    Umweltschutz? Ja, aber wenn man doch – bei manchen – selbst im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen.
    Ich hole meine Blumen im Sommer vom Feld und dazu ist es auch da. Hier gibt es viele Felder und wenn das so ist, dann düfte man keinen Salat mehr schneiden und weil wir gerade dabei sind.
    Wir kaufen alle beim Schweden – ich auch und ich beachte auch den Umweltschutz.
    Was ich aber nicht mache ist, mit diesen Billigbussen fahren usw.
    Manche sind so übereifrig mit dem Umweltschutz, dass sie damit mehr kaputt machen, als gut.
    Man kann auch alles übertreiben.
    Aber da ist ja auch modern.
    Wie du die jungen Menschen erreichen kannst, das weiß ich nicht, bin aber der Meinung, dass sich die, die sich tatsächlich dafür auch interessieren hier auch die entsprechenden Medien nutzen

    Lieben Gruß Eva

    1. Hallo Eva,
      Blumen auf dem Feld zu schneiden, ist doch auch eine gute und nachhaltige Möglichkeit!
      Zu deinem Argument mit den Arbeitsplätzen: Damit kann Mannjahr praktisch jedes Produkt rechtfertigen, egal wie umweltfreundlich oder umweltschädlich es ist. Doch Arbeitsplätze, Geld und Wirtschaftswachstum nutzen uns nichts, wenn die Umwelt kaputt ist und die Erde nicht mehr bewohnbar. Arbeitsplätze können sehr wohl weiterbestehen, wenn die Industrie sich umorientiert. Seit dem Plastiktütenverbot in Ruanda haben die ehemaligen Plastikfabriken sich umgestellt auf Recyclingbetriebe, und das geht auch.
      Jeder von uns kann mit kleinen Schritten zum Umweltschutz beitragen.
      Liebe Grüße,
      Amely

    2. @eva, ein Glück, dass Umweltschutz nicht nur ein Modewort ist und nun auch in BW das Volksbegehren Artenvielfalt Programm ist. Wenn viele Rentner sich zusammen tun und Reisen per Bus unternehmen, da sie sonst nicht mehr so weit Auto fahren, finde ich das einen guten Weg. Es ist umweltfreundlicher, als wenn jeder einzelne mit Auto fährt. Weniger umweltfreundlich sind die modern gewordenen Lithium-Akkus der E-Bikes, deren Produktion umweltschädlich ist. Aber auch das ermöglicht körperlich nicht mehr so fitten Menschen, mehr Mobilität. Also würde ich niemals darüber urteilen.
      Sigrun

  4. Hoi Amely
    Einmal im Jahr bin ich unökologisch: im Januar habe ich so gerne frische Tulpen die etwas Farbe ins trübe dunkle Wetter bringen.
    Sonst bin ich ganz bei Dir ??

    1. Das freut mich:) Im Frühjahr hab ich auch gern etwas Farbe im Haus. Habe dann einige Tulpen im Topf gekauft, die ich dann später rausgesetzt habe. So hat man jahrelang etwas davon:)
      LG Amely

  5. Liebe Amely,
    ich kenne das aus meiner Kindheit auch nicht. Schnittblumen gab es bei uns nicht, außer jemand bekam sie geschenkt. Und auch heute denke ich (ganz die Schwäbin 😉 ), dass es doch um das Geld viiiiiel zu schade ist, weil so ein Strauß ja nur wenige Tage hält. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal Schnittblumen gekauft habe, muss Jahre (Jahrzehnte?) her sein.
    Wenn überhaupt (!), gehe ich zu einem Feld für Selbstpflücker. Da weiß man zumindest woher die Blumen kommen. Aber ob sie dann auch pestizidfrei sind? Keine Ahnung, um ehrlich zu sein.
    Ich verschenke doch lieber ein kleines Blümenstöckchen, wenn ich ein Mitbringsel brauche. 🙂
    LG
    Natalie

    1. Liebe Natalie, ja, das scheint wohl eine typisch schwäbische Denkweise zu sein:) Blumenfelder zum Selberpflücken gibt es bei uns in nächster Nähe nicht. Ich finde auch, dass eine Topfblume nachhaltiger ist, aber wie es mit den Pestiziden da aussieht, weiß man auch nicht. Vielleicht am besten einen Ableger aus dem eigenen Garten nehmen?
      Liebe Grüße,
      Amely

  6. Liebe Amely,
    mit Schnittblumen, vor allem gekauften, kann man sich bei mir richtig unbeliebt machen!! Diese vor Pestiziden strotzenden Dinger haben in unserem Haushalt nichts zu suchen. Meinem Mann habe ich von Anfang an klar gemacht, dass dies ein Scheidungsgrund wäre, würde er mit so einem künstlichen Strauß nach Hause kommen!! Blumen gehören in den Garten, also in die Natur oder in Töpfe. Und wer Schnittblumen braucht, um seine Wohnung hübscher und bunter zu machen, sollte sich ernsthaft mal über seine Einrichtung Gedanken machen….
    Das mit der Zielgruppe hat mich übrigens sehr nachdenklich gemacht. Ich finde, das Wochenblatt ist schonmal ein guter Anfang. Noch besser wäre es, wenn du vielleicht ein e-book veröffentlichen könntest mit dem Thema Nachhaltigkeit.
    Hast du darüber evtl. mal nachgedacht?
    Viele liebe Grüße

    Jeanne (die übrigens ein schlechtes Gewissen hat, weil sie mal wieder in der Pfalz war, ohne ein Treffen auszumachen. Aber: Unser Wein ist alle, und wir brauchen demnächst DRINGEND Nachschub- wie sonst sollte wir es in Bayern aushalten ???)

    1. Liebe Jeanne, ich finde es gut, dass du auch Nein zu gekauften Schnittblumen sagst! Es ist ökologisch meistens wirklich bedenklich, und dann welken sie eh so schnell… Aber ein paar Blumen aus dem Garten ins Haus zu holen, mache ich schon manchmal gern. Sie wachsen ja zum Teil sowieso nach oder werden gemäht. So hat man einen Hingucker im Haus. Aber es könnte tatsächlich daran liegen, dass unsere Einrichtung noch etwas spartanisch ist. Jetzt mache ich mir ernsthaft Gedanken:)
      Das mit dem E-Book ist eine gute Idee, aber das schaffe ich momentan nicht. Der Blog ist ja schon ziemlich vernachlässigt, wenn ich alle paar Wochen noch für das Wochenblatt schreibe, hab ich genug. Aber ich denke auch, dass man aus der Nachhaltigkeits-Nische ausbrechen muss um noch mehr Leute zu erreichen…
      Liebe Grüße,
      Amely
      P.S. Das mit dem Besuch in der Pfalz kann ich voll verstehen:)

  7. Liebe Amely,
    Blumen sind so unterschiedlich und so schön. Einen Blumenstrauß, einfach neben dem Weg oder auf der Wiese, zu pflücken finde ich einfach noch immer herrlich! Die auf dem Tisch erfreuen mich und erinnern mich an den Ausflug. Welch herrlicher Nebeneffekt.
    Und was neue Zielgruppen für die Nachhaltigkeit betrifft: ich denke, die erreicht man am besten, wenn man querbeet schreibt, auch bei anderen Themen vernetzt ist und sich austauscht. Viele können viel bewirken.
    Vielen Dank auf, dass du diesen Beitrag auf Einfach,Nachhaltig.Besser.Leben https://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.com/ verlinkt hast!
    Liebe Grüße
    Brigitte

    1. Liebe Brigitte, danke für deinen Kommentar! Es stimmt, ein Wiesenstrauß ist wirklich schön. Aber leider gibt es bei uns kaum noch Blumen am Wegesrand. Hoffentlich wird es bald wieder mehr!
      Deine Idee, verschiedene Themen aufzugreifen und sich auch über anderes auszutauschen, finde ich wirklich gut. Ein reiner Nachhaltigkeitsblog ist doch für die meisten nicht ansprechend. Bei mir kommen die anderen Themen leider etwas zu kurz, aber im Winter wird es bestimmt wieder besser:)
      Liebe Grüße,
      Amely

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