Herbstliche Stempel und Impressionen aus der Pfalz

Stempel DIY

Als Pfälzer mit schwäbischem Migrationshintergrund hat man es leicht. Nicht so als Wahl-Badener mit schwäbischen Wurzeln. Da kann es schon mal passieren, dass man auf der Straße von Wildfremden lautstark dazu aufgefordert wird, doch endlich das schwäbische Kennzeichen zu wechseln, da der Anblick einfach nicht zumutbar sei. Oder dass nicht eingeladene Nachbarn auf der eigenen Geburtstagsfeier das Badner-Lied inklusive aller Strophen und Zwischenrufen („Schwaben raus“) singen.

Doch wer sich ins Pfälzer Exil begibt, stößt auf offene Arme, sogar als Schwabe:) Hat man den Einbürgerungstest (mindestens drei Pfälzer-Schorle hintereinander trinken) erstmal erfolgreich absolviert, dann steht der gelingenden Integration nichts mehr im Weg.

Selbst wer – wie ich –  die Mindespunktzahl im Einbürgerungstest mangels Trinkfestigkeit krachend verfehlt, wird freundlich aufgenommen.

Bin ich mit dem Rad oder zu Fuß in der Pfalz unterwegs, werde ich oft gefragt: „Wo willsch du na, so allee?“ (Wo willst du denn so alleine hin?). Vom obligatorischen Schorle über einen selbstgebackenen Zwetschgenkuchen bis zum Rebknorzenspieß wurde mir schon alles Mögliche angeboten – aber auf jeden Fall immer eine große Portion Offenheit und Herzlichkeit.

Ja, in der Pfalz lässt es sich aushalten! Ganz besonders im Herbst, wenn die Weinberge in verschiedenen Rottönen leuchten und die Sonne nochmal fast sommerliche Temperaturen zaubert.

 

Passend dazu habe ich ein paar herbstliche Postkarten mit handgeschnitzten Stempeln bedruckt. Der ein oder andere aufmerksame Leser kennt den Blatt-Stempel und den Parasol vielleicht schon von diesem Beitrag. Neu dazu gekommen ist eine Steinpilzfamilie, die wir dieses Jahr tatsächlich auch in der Natur gefunden haben.

 

Viele Grüße aus der herbstlichen Pfalz!

Amely

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