Gartenstreifzug

Heute zeige ich euch ein paar Gartenimpressionen aus den letzten Wochen.

Wir haben im Frühjahr eine Blumenwiese ausgesät. Das hat am Anfang ganz gut geklappt, sodass wir bald Kornblumen, Phacelia, Klatschmohn, Sonnenblumen, Malven, Ringelblumen und Cosmeen bewundern konnten.

Die Wiese zog Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Grashüpfer und andere Insekten magisch an, und wir freuten uns am Summen, Zirpen, Flattern und Krabbeln.

Doch die Hitze und die Trockenheit machten den ausgesäten Blumen ziemlich zu schaffen – im Gegensatz zu den Unkräutern, die sich munter ausbreiteten.

Lästige Sorten wie Schwarzer Nachtschatten, Ackermelde, Vogelknöterich und Ackerfuchsschwanz überwucherten nach und nach die schöne Blumenwiese.

Manche von diesen eingewanderten Unkräutern können über zwei Meter hoch werden oder sind sogar giftig, wie der Schwarze Nachtschatten. Mit Jäten kamen wir nicht dagegen an. Deswegen mähten wir im Herbst die Wiese und ließen sie von einem Bauern komplett umpflügen.

Mittlerweile haben wir eine Gründüngung zur Bodenlockerung eingesät, die wegen der Trockenheit allerdings wieder kaum wächst. Dieses Jahr macht es uns Gärtnern wirklich nicht leicht!

Nächstes Jahr starten wir nochmal einen Versuch. Dabei wollen wir viele Sonnenblumen aussäen, die den Boden etwas abmagern und lockern. Dann klappt es hoffentlich auch mit den anderen Blumen besser!

Der heiße, trockene Sommer hatte auch im Gemüsebeet Auswirkungen. Ich wollte möglichst viel mulchen, um Feuchtigkeit im Beet zu behalten. Aber dafür haben wir aktuell noch nicht genug Grünmaterial. Deswegen haben wir immer mal wieder bewässert, aber trotzdem sind einige Pflanzen einfach verbrutzelt.

Andere wiederum liefen zur Höchstform auf, wie Chili und Zucchini, sodass wir damit nicht nur uns selbst, sondern auch die Nachbarschaft versorgen konnten:)

Die Selbstversorgung mit Mangold klappte auch gut – bis zu dem Zeitpunkt, als ein paar Rehe diesen als neue Lieblingsspeise entdeckten und alle paar Nächte alles kurz und klein fraßen. Aktuell sind Stockrosen ihre bevorzugte Delikatesse, sogar die Blütenknospen!

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Kohl angepflanzt (Rosenkohl, Grünkohl, Blaukraut, Wirsing, Weißkohl).

Alle Sorten haben Schädlinge in Massen angezogen, sodass ich bis auf Rosen- und Grünkohl alle entsorgen musste. Diese beiden habe ich mit einer verdünnten Mischung aus Rapsöl und Wasser gespritzt – mit geringem Erfolg.

Immerhin können wir jetzt schon Feldsalat, Asia-Salate, einige Pflücksalate und natürlich ganz viele Kräuter ernten – so ein knackiger Salat aus dem eigenen Garten ist im November wirklich was Tolles!

Nächstes Jahr habe ich vor, einiges zu optimieren – mehr Wintergemüse, eine bessere Mischkultur, mehr Karotten und Rote-Bete, eine größere Auswahl von lagerfähigem Gemüse wie Kürbis… Also es bleibt spannend!

Und wie sieht es bei euch gerade im Garten aus? Habt ihr auch mit Schädlingen am Gemüse zu kämpfen? Wenn ihr Tipps dagegen habt, bin ich sehr interessiert! Wer von euch hat schon mal eine Blumenwiese angelegt? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Ich bin neugierig auf eure Vorschläge!

Liebe Grüße,

Amely

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10 Kommentare

  1. Hi! Ihr Armen, erwischt genau für so ein schönes Projekt so einen Extremsommer. Lasst Euch nicht entmutigen! Mein Garten Haus, auch dieses Jahr gelitten, wenn man so rundliest und auch bei Freunden und Verwandten schaut, war das fast überall so.
    Bezüglich Deiner Neuanlage für das kommende Jahr also einfach weiter ausprobieren! Ich habe festgestellt, dass Boden und Standort auch oft viel wichtiger sind. Welche Pflanzen vertragen sich, welche mögen kalkhaltigen oder Säuren Boden? Usw! Und Unkraut besteht halt fast immer aus diesen Überlebenskünstlern.
    Bin gespannt auf Deine neuen Erfahrungen. Wer weiss, vielleicht erwähnten unsere Pflanzen nächstes Jahr eher. Jedenfalls schöne Bilder und Beitrag.
    Liebe Grüße
    Nina

    1. Hallo Nina, ja, der Sommer war echt eine Herausforderung für jeden Garten! Es hat uns schon blöd erwischt, da wir auch einen Kräuterrasen angelegt haben, der dann aber die gleichen Symptome hatte wie die Blumenwiese. Vorerst habe ich genug vom Umgraben und einsäen!
      Danke für deine Tipps zum Thema Boden. Auch hier haben wir es schlecht erwischt, da der Boden sehr verdichtet, lehmig und übermäßig stickstoffreich ist. Aber das wollen wir mit Sonnenblumen, Kartoffeln und anderen Pflanzen, die den Boden lockern und abmagern, kurieren.
      Liebe Grüße!
      Amely

  2. Man, hat da Autokorrektur zugeschlagen und ich nicht mehr geschaut… Garten ohne Haus,sondern nur hat. Sauren Boden meine ich natürlich, die Pflanzen erwähnen nicht, die ertrinken. Irgendwie macht mein Tablet da manchmal komische Dinge mit Worten.
    Nochmals Grüße
    Nina

    1. Ah, jetzt habe ich es geblickt! Das erwähnen hat mich echt rätseln lassen. Ertrinken macht mehr Sinn:) Doch hoffentlich tun die Pflanzen nächstes Jahr weder das eine noch das andere!
      Liebe Grüße und dir eine schöne Woche!
      Amely

  3. Dieses Jahr war extrem zum gärtnern und doch haben wir von allem mehr als genug geerntet. Zur Zeit können wir immer noch Wintergemüse und verschiedene Salate. wenn der Winter nicht zu kalt wird reicht es bis im Frühjahr. Bei unserer Tochter versuchte ich auch ein Blumenbeet anzulegen, es ging mir wie dir vieles ist schön gekeimt und dann kläglich vertrocknet, weil ich nicht so viel wässern wollte. Ein Gärtner hat mir geraten das Stück Land im Winter mit scharzer Folie abzudecken und im Frühjahr umzugraben und nach dem Säen zu Walzen. Bin mir noch sicher ob wir das Experiment wagen sollen.
    L G Pia

    1. Hallo Pia, es freut mich, dass ihr dieses Jahr eine reiche Ernte hatte und euch auch jetzt noch mit Gemüse aus dem Garten versorgen könnt! Ich wundere mich, dass der Gärtner euch den Tipp mit der Folie gegeben hat. So viel ich weiß sterben durch die Abdeckung mit einer Plastikfolie sämtliche nützliche Bodenlebewesen ab, was natürlich auch für die Pflanzen, die im Anschluss darauf wachsen, negative Wirkungen hat.
      Ich habe gute Erfahrungen mit Jutesäcken oder Mulchmaterial (Laub, Grasschnitt, Holzhäcksel, Grünschnitt…) als Bodenabdeckung gemacht. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
      Liebe Grüße und weiterhin viel Freude im Garten!
      Amely

  4. Liebe Amely,
    es tut mir leid, das Euer Blumenwiesenexperiment so unter Wetter und unerwünschten Einwanderern gelitten hat! Hier wurde ebenfalls Blumenwiese angesät, allerdings als absoluter Magerstandort, das hat besser geklappt.
    Falls es Dich tröstet, jeglichen Kohlanbau, auch Kohlrabi , habe ich aufgegeben. Aber der Mangold, der ist super!
    Nächste Woche ist er dann wohl hinüber, wenn das Wetter so wird, wie momentan angekündigt.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Liebe Karen, ich freue mich, dass die Blumenwiese bei dir gut angewachsen ist. War der Boden schon immer mager oder hast du ihn abgemagert? Ich glaube, ich werde dem Kohl nächstes Jahr noch eine Chance geben. Wenn es dann nichts wird, mache ich es so wie du. Mangold wächst bei uns auch gut, wird aber regelmäßig von den Rehen kurz und kleingefressen. Naja, wer schneller da ist, erntet:)
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Amely

  5. Ja, ich wollte dir auch vorschlagen, es mal mit einer Magerrasenmischung zu versuchen. Wir haben Magerrasenstandorte im Schulgarten, und da hat es seit Mai bis jetzt durchgeblüht, mit Natternkopf, Nachtkerze, Königskerze, Schafgarbe, Taubnessel, Bergsandglöckchen, Sandstrohblume, Wiesenflockenblume…, ohne Gießen… Je größer die Pflanzenvielfalt (und dazu gehören auch von dir so “geschimpften” “lästige Unkräuter”!!! 😉 😉 ;-)), desto größer die Insektenvielfalt und Vogelvielfalt und Kleinsäugervielfalt im Garten und damit die Chance dass die “Gemüsemitesser” (“Schädlinge” nenne ich sie nicht, sie tun ja nur, wozu sie geboren sind…) minimiert und in Schach gehalten werden können. Auch Mischkultur ist ein guter Ansatz. Ich kämpfe nicht, ich ordne ein bisschen und lasse geschehen, und werde dennoch belohnt, nicht mit Reichtümern von Ernten, aber doch genug für mich die Gartensaison über. Und bei diesem milden Wetter gibt es noch immer Wildkräuter für einen Salat zu ernten. Alles ein großer Kreislauf, ein großes vernetztes Gewebe, in das wir uns einfügen dürfen. Liebe Grüße und weiter viel Freude in eurem Garten – Ghislana

    1. Liebe Ghislana, danke für deinen Tipp mit der Magerwiesenmischung. Ich denke, das Problem ist der Boden, der bei uns extrem verdichtet, lehmig und von der vorherigen Nutzung übermäßig stickstoffhaltig ist. Deswegen wollen wir erstmal mit den Sonnenblumen den Boden abmagern und lockern. Im Anschluss werden wir dann so eine Wiese aussäen. Die vier Unkräuter, die sich bei uns explosionsartig ausgebreitet haben, sind nicht heimisch und haben auch keinen speziellen Nutzen für Insekten, so viel ich weiß. Sie haben aber die anderen Blumen total zurückgedrängt, deswegen mussten wir was tun. Löwenzahn und Co dagegen hab ich gern im Garten:)
      Danke auch für den Tipp mit der Mischkultur, darauf werde ich nächstes Jahr mehr achten.
      Wünsche dir noch viel Freude beim Ernten und Gärtnern!
      Liebe Grüße,
      Amely

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