Zweifarbige Herbstsuppe

Ich gebe zu, bisher war “Kürbis” für mich gleich “Hokkaido”. Kenn’ ich, muss ich nicht schälen, also rein in den Einkaufskorb. Doch als ich dieses Jahr Gemüsesetzlinge für den Garten kaufte, dachte ich, zwei Sorten können nicht schaden, und griff beherzt zu dem mir unbekannten Butternut-Kürbis.

Und siehe da, während der Hokkaido im Beet vor sich hinkümmerte und nur einen kleinen Kürbis bildete, brachte uns der Butternut-Kürbis eine reiche Ernte ein: Schon Ende August konnten wir fünf Riesen-Kürbisse ernten, und im Oktober nochmal sechs! Den letzten der elf Kürbisse habe ich inzwischen verarbeitet, und zwar zu einer cremigen Suppe.

Im Vergleich zum Hokkaido ist der Butternut-Kürbis etwas gehaltvoller, und hat einen milden, nussig-buttrigen Geschmack. Deswegen schmeckt die Suppe auch ganz ohne Sahne oder Schmand.

Um die Suppe optisch noch etwas aufzuwerten, habe ich sie mit einer Rote-Bete-Cremesuppe kombiniert. Diese beiden kräftigen Farben passen so gut zum Herbst!

Das brauchst du:

Für die Kürbissuppe:

  • einen  Butternut-Kürbis
  • eine Zwiebel
  • zwei Zehen Knoblauch
  • ein daumengroßes Stück Ingwer
  • eventuell eine Chili
  • Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer und Muskat zum Würzen

Für die Rote-Bete-Suppe:

  • eine rote Bete
  • eine Kartoffel
  • anderes Wurzelgemüse, zB Karotte, Pastinake oder Wurzelpetersilie
  • eine halbe Zwiebel
  • 1 Löffel Gemüsebrühe (Pulver)
  • Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer, Lorbeer und Wacholder zum Würzen

Und so geht’s:

  • Für die Kürbissuppe Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer fein hacken und in Öl glasig braten.
  • Den Kürbis schälen, von den Kernen befreien und in Stücke schneiden.
  • Kürbisstücke dazugeben und kurz anbraten.
  • Anschließend mit Wasser ablöschen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
  • Die Suppe fein pürieren und mit frisch geriebenem Muskat, frisch gemahlenem Pfeffer und Salz abschmecken.

  • Für die Rote-Bete-Suppe Zwiebeln in Öl glasig dünsten.
  • Mit Wasser und Gemüsebrühe ablöschen.
  • Karotte, Rote Bete, Wurzelgemüse und Kartoffel schälen und in Stücke schneiden.
  • Zusammen mit Lorbeerblättern und Wacholderbeeren (am besten in einem Teefilter) die Suppe geben.
  • Etwa 15 Minuten köcheln lassen, anschließend Lorbeerblätter und Wacholderbeeren entfernen.
  • Alles fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Jetzt die Kürbissuppe in Schalen füllen, und darauf einen Klecks Rote-Bete-Suppe geben.

Was das Arrangement der beiden Suppen betrifft, sehe ich bei mir noch Entwicklungspotential! Auf dem zweiten Teller wollte ich die Kleckse nach dem Zufallsprinzip anordnen. Wenn ich es jetzt so anschaue, sieht es eher nach Gespenster-Deko aus… Halloween lässt grüßen… Wie dem auch sei, schmecken tut’s auf jeden Fall!

In dem Sinne wünsche ich euch Guten Appetit und eine schöne Herbstwoche,

Amely

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8 Kommentare

  1. Hallo Nina, danke, das freut mich! Die Idee kam mir zufällig, denn ich hatte noch einen Rest Rote-Bete-Suppe im Teller und schöpfte darauf Kürbissuppe. Das Farbmuster, das sich dann ergab, war total schön!
    Liebe Grüße,
    Amely

  2. Liebe Amely,
    das liest sich wirklich total lecker!! Diesen Butternut verwende ich selbst gerne in Currys, für Suppen hab ich immer nur den Hokaida genommen, aber es leuchtet total ein, den Butternut zu nehmen, weil cremiger. Danke für den Impuls 😉
    Und das mit der roten Bete sieht wirklich fantastisch aus (also das 1. Foto- das 2. sieht tatsächlich etwas “explodiert” aus *grins*) Aber schmeckt das nicht zu “erdig”??
    Muss ich wirklich mal ausprobieren….

    Vielen Dank für das Rezept und liebe Grüße in die Heimat
    Jeanne

    1. Liebe Jeanne, danke für deinen Kommentar! Butternut im Curry muss ich auch mal ausprobieren, das klingt lecker!
      Ich dachte auch erst, dass der Rote-Bete-Geschmack vielleicht etwas zu streng ist. Aber dadurch, dass eine Kartoffel und anderes Gemüse dabei ist, ist es gar nicht so aufdringlich. Nur die Farbe leuchtet schön:)
      Ganz liebe Grüße aus der Pfalz nach Bayern,
      Amely

  3. Ach, das sieht einfach nur klasse aus und schmeckt sicher auch so!
    Butternut habe ich in den letzten Jahren auch für mich entdeckt, sehr lecker. Aktuell steht hier aber ein kleiner Hokkaido, der in den nächsten Tagen auch zu Suppe verarbeitet wird 🙂 Mein erster Kürbis diesen Herbst, kaum zu glauben.
    Liebe Grüße
    Ronja

    1. Liebe Ronja, danke für deinen Kommentar! Ich hab schon im August mit dem Kürbisessen angefangen… Lag wohl an dem heißen Sommer, dass sie so schnell reif geworden sind. Hokkaido ist auch lecker. Aber die Abwechslung macht’s. Beim Einkaufen greife ich leider zu oft zu dem, was ich schon kenne. Wenn ich was im Garten habe, bin ich experimentierfreudiger:)
      Liebe Grüße und lass dir deine Hokkaido-Suppe gut schmecken,
      Amely

    1. Liebe Semi, es freut mich sehr, mal wieder von dir zu hören!! Ich hoffe, dass dir die Herbstsuppe gut schmeckt.
      Ganz liebe Grüße nach Hamburg aus der Pfalz,
      Amely

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