Blüten-Limonade mit Strohhalm

Limonade selber machen

Ich finde es immer wieder aufs Neue faszinierend, was in einem kleinen Saatkorn alles steckt! So unscheinbar es auch aussieht, birgt es doch das Potential für eine ganze Pflanze und die Kraft, diese zu entfalten. Wenn ich sehe, wie aus einem kleinen Korn eine zwei Meter hohe Sonnenblume wächst, kann ich das nur staunend betrachten – ein echtes Wunder!

Dieses Jahr habe ich viele Pflanzen ausgesät, nicht immer erfolgreich. Von den Glockenblumen zum Beispiel ist keine einzige gekommen, obwohl ich es zwei Mal versucht habe – einmal direkt ins Beet und einmal vorgezogen in Eierkartons. Bei den Stockrosen ist immerhin etwa jedes fünfte Samenkorn aufgegangen. Jetzt hoffe ich nur noch, dass sie den Winter überstehen und nächstes Jahr blühen. Ganz gute Erfolge hatte ich mit Malven, Kornblumen, Sonnenblumen und Kräutern wie Dill, Koriander, Basilikum und Rucola. Kohlrabi und Radiccio hingegen sind gar nicht gekommen. Ganz unkompliziert auszusäen sind die essbaren Blüten, eine Saatgut-Mischung, die ich von meiner Bloggerkollegin Jeanne vom Blog Ideenmuckla geschenkt bekommen habe. Ringelblumen, Kornblumen, Borretsch und gelbe Wucherblumen haben nicht nur uns, sondern auch den Bienen und Hummeln Freude gemacht! Danke nochmal, liebe Jeanne!

Die essbaren Blüten lassen sich für Salate, Suppen, Nachspeisen oder Tees verwenden. Auch wenn sie keinen intensiven Geschmack haben, bereichern sie einfach durch den tollen Anblick jede Küchenkreation.

Heute habe ich daraus eine Limonade gemacht, und zwar mit Strohhalm. Meiner Meinung nach braucht man ja eigentlich keinen Strohhalm, um ein Getränk zu sich zu nehmen, es sei denn man hat sich gerade die Weisheitszähne entfernen lassen:) Warum ich an irgendwelchen Polyethylenen von Plastikstrohhalmen nuckeln soll, um den Kopf beim Trinken nicht anheben zu müssen, erschließt sich mir nicht. Mit einem essbaren Strohhalm sieht es schon anders aus. Geeignet dafür sind simple Makkaroni. Sie erfüllen die Funktion eines Strohhalms perfekt und halten sich in Kaltgetränken mindestens eine Stunde ohne anzuweichen. Kein Müll, hygienisch einwandfrei – und es sieht doch auch viel ansprechender aus, als so ein Plastikteil, oder?

Für die Blüten-Limonade brauchst du:

  • Eiswürfel, eventuell mit Blütenblättern
  • eine Handvoll essbarer Blüten
  • frisch gepressten Zitronensaft
  • Rohrohrzucker
  • ein paar Tropfen Rosenwasser

Und so geht’s:

  • alle Zutaten vermischen
  • mit Makkaroni als Strohhalm anrichten
  • kühl genießen

Eine schöne Woche wünscht euch

Amely

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10 Kommentare

  1. Hi. Ja, es sieht wunderbar aus und schmeckt auch toll. Ich liebe zB. die Blüten des Borretsch, so eine schöne Farbe und der leichte Gurkengeschmack. Glockenblumen tun es bei mir auch nicht, ansonsten reihe ich mich da auch mit den vielen Saaten ein. Gehen doch fast überall 🙂
    Liebe Grüsse
    Nina

    1. Liebe Nina, ja, Borretsch ist auch gut. Ich hab mal eine Suppe daraus gemacht und mag den leicht säuerlichen Geschmack sehr gern. Mit dem Aussäen gehe ich so nach dem Try and Error Prinzip vor und versuche, aus den Erfahrungen schlauer zu werden:)
      Liebe Grüße und dir einen schönen Tag!
      Amely

  2. Liebe Amely,
    oh das freut mich wirklich so sehr :)) Und deine Limonade sieht ja wirklich fantastisch aus!! (Waren das die essbaren Blüten vom Bingenheimer Saatgut?)
    Und die Idee mit den Makkaronis als Strohhalm ist ebenfalls der Hammer. Zum Thema Strohhalm hätte ich auch noch eine Anekdote (eigentlich 2 aber das sprengt hirer den Rahmen). Neulich waren wir in einem (veganen) Burgerrestaurant, wo die Getränke IMMER mit 2 Plastikstrohhalmen serviert werden. Da ich meine Edelmetall-Strohhalme zu Hause vergessen hatte, die ich sonst immer dabei habe (ja, ich bin echt so drauf;-) baten wir die Bedienung, doch bitte die Strohhalme wegzulassen. Das wiederum stellte anscheinend das komplette Restaurant vor eine große Herausforderung, weil man nicht wusste, wie man die Getränke servieren sollte, weil diese teilweis in Flaschen mit langen Hälsen serviert werden. Auf unsere Anregung hin, ein normales Glas zu nehmen, atmeten alle sichtlich erleichtert auf. Inzwischen war das ganze Restaurant auf uns aufmerksam geworden und ich suchte heimlich die versteckte Kamera!!! Leute, echt jetzt??? WANN haben wir verlernt, aus normalen Gläsern zu trinken und uns in die nuckelnde Babyversion begeben?? Hat uns die Industrie wirklich schon dermaßen “verblödet” und infantil werden lassen???
    Sollte man echt mal drüber nachdenken…
    Sorry, ist leider doch etwas länger geworden, aber diese Themen lösen bei mir das gleiche Engagement aus, wie bei dir die “Steinwüsten-Vorgärten” *grins*
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    1. Liebe Jeanne, ja, das ist die essbare Blütenmischung vom Bingenheimer Saatgut, die du mir geschenkt hast! Sie blühen so ausdauernd, sind so pflegeleicht und sehen toll aus!
      Ich finde es echt bewundernswert, dass du wiederverwendbare Strohhalme mitnimmst. So organisiert bin ich nicht, aber wie gesagt, man kann ja einfach aus einem Glas trinken! So komisch, dass wir das schon verlernt haben, wie sich an deiner Geschichte mit dem Burger-Restaurant zeigt… Ich darf mir gar nicht vorstellen, wieviele Tonnen Plastikstrohhalme täglich weggeworfen werden, und das für ein bisschen Bequemlichkeit. Echt absurd. Man kann nur hoffen, dass bald ein Umdenken einsetzt!
      Ganz liebe Grüße aus der Pfalz!
      Amely

  3. Liebe Amely,
    Deine Blütenlimonade ist der Knaller! Was für eine schöne Idee und was für schöne Bilder!
    Ich verwende meine Blumen und Kräuter häufig für Badesalz, Cremes und Co. Doch jetzt habe ich große Lust Dein Rezept auszuprobieren.
    Vielen lieben Dank für Deine Inspiration.

    Liebe Grüße von Tanja

    Ps: wir sind gerade dabei unsere letzten Strohhalme zu verbrauchen. Dann steigen wir auch auf Nudeln um. Bei einer Gartenparty habe ich die letztens sogar in grün gesehen. Sie waren mit Lebensmittelfarbe eingefärbt.

    1. Liebe Tanja, die Blüten für Badesalz und Cremes zu nutzen ist auch eine tolle Idee! Freut mich, dass du die Idee mit den Makkaroni schon kennst und auch umsetzen willst. Je mehr Menschen solche Ideen kennen und verbreiten, desto besser!
      Liebe Grüße,
      Amely

  4. Liebe Amely,
    die Limonade ist eine super Idee, besonders von Eiswürfeln mit den Blütenblättern konnte ich meine Augen kaum noch lösen, die sehen zauberhaft aus.
    Die Wunder der Natur machen mich nicht nur sprachlos, sondern lassen mich auch Ehrfurcht spüren, und ein absolutes Unverständnis für Menschen, die die Natur gering schätzen.
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang, danke für deinen Kommentar, den ich leider jetzt erst gesehen habe. Ja, die Natur kann uns immer wieder aufs Neue zum Staunen bringen und verzaubern! Welch ein Privileg ist es doch, ein paar Quadratmeter Erde zu besitzen, auf denen sich die Natur mit etwas Lenkung entfalten darf! Es war wirklich die reinste Freude, die Bienen und Hummeln dabei zu betrachten, wie sie um die schönsten und größten Ringel- und Kornblüten wetteifern und unermüdlich Pollen sammeln. Darauf möchte ich gar nicht verzichten:)
      Liebe Grüße und dir (bald) ein schönes Wochenende,
      Amely

    1. Liebe Jeanne, ja, genau, es ist wichtig, die Idee zu verbreiten, und nicht nur diese! Bin auch schon am Überlegen, wie das am besten gelingt….
      Liebe Grüße!
      Amely

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