Wäschetrockner-DIY

Heute stelle ich euch eine Bastelidee vor, mit der ihr viel Zeit sparen könnt, und zwar einen selbstgebauten Wäschetrockner! Wenn ihr so wie ich wenig Lust dazu habt, jede Socke einzeln auf die Wäscheleine zu hängen, dann ist das genau das richtige Projekt für euch! Besonders geeignet ist der Wäschetrockner auch für diejenigen unter euch, die Stoffreste statt Küchenpapier, Stofftaschentücher und Stoffservietten verwenden, um Müll zu vermeiden. Für größere Wäschestücke wie T-Shirts, Hosen usw. ist die traditionelle Wäscheleine besser geeignet, da die Kleidungsstücke so nicht knittern.

Mein Wäschetrockner besteht aus einem mit Hasendraht bespannten Holzrahmen. Die kleinteilige Wäsche wird auf dem Draht ausgebreitet und der Rahmen dann zum Beispiel auf einen Wäscheständer gelegt. Da die Wäsche von oben und unten belüftet wird, ist sie schnell trocken.

Ihr braucht für euren selbstgebastelten Wäschetrockner:

  • vier Kanthölzer (4 cm hoch und 2 cm breit), Länge: 2 mal 50 cm, 2 mal 100 cm
  • ein Stück Hasendraht, 50 mal 110 cm
  • 4 Winkel
  • 16 Schrauben
  • Beißzange
  • Akkuschrauber
  • Möbeltacker

Und so geht’s:

  • Baut aus den Kanthölzern einen Rahmen, indem ihr die Ecken mit den Winkeln verbindet und verschraubt.
  • Bespannt den Rahmen mit dem Hasendraht und tackert ihn an den Seiten fest. An den offenen Enden kann man den Draht nach innen biegen und dann festtackern.
  • Fertig ist der Wäschetrockner!

Das ist auch ganz schnell gemacht! Es sei denn, man beschließt im Baumarkt, die Kanthölzer selbst zuzusägen, da die Schlange am Holzzuschnitt zu lang ist. Findet daheim keine geeignete Säge und denkt, ach was, mit dieser Metallsäge geht es auch. Sieht dann ein, dass dem nicht so ist. Zieht daraufhin eine fast zwei Meter lange Riesensäge, die offensichtlich für das Fällen von Mammutbäumen konzipiert ist, aus dem Werkzeugfundus und denkt sich, das wäre doch gelacht, wenn es mit der Säge nicht klappt. Merkt dann, dass das keine geeignete Tätigkeit bei 30 Grad im Schatten ist und verschiebt das Projekt. Bekommt nach ein paar Tagen dank der tatkräftigen Unterstützung des Freundes die Hölzer doch noch in die richtige Länge. Muss dann aber betrübt feststellen, dass nach wenigen Tackerversuchen die Nadeln aus sind. Fährt wieder mit dem Rad zum Baumarkt, um dort zu erfahren, dass die Wahl der geeigneten Tackernadeln eine Wissenschaft für sich ist. Vertraut dem kompetent wirkenden Baumarkt-Mitarbeiter und will zuhause schnell das Projekt abschließen, um am nächsten Tag darüber zu bloggen. Stellt zuhause fest, dass der kompetent wirkende Baumarkt-Mitarbeiter offensichtlich doch noch nicht in die höchsten Sphären der Tackernadel-Wissenschaft vorgedrungen ist, denn die Tackernadeln passen natürlich nicht. Mit dem Morgen-Bloggen wird es sowieso nichts, also kann man sich ja mit der nächsten Baumarkt-Tour Zeit lassen. Überwindet nach mehreren Tagen die inzwischen entstandene Baumarkt-Besuchs-Phobie und bringt tatsächlich die richtigen Tackernadeln mit… Ja, in diesem Fall zieht sich das Projekt! Aber bitte glaubt jetzt nicht, dass das mir so passiert ist. Ich bin nämlich total organisiert und strukturiert was Baumarkt-Besuche betrifft und nehme immer alles mit, was ich für die nächsten zehn Bastel-Projekte brauche. Klappt ganz hervorragend! (Bitte stellt euch hier ein zwinkerndes Smiley vor:)

Liebe Grüße,

Amely

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14 Kommentare

    1. Hallo Nina, ich hab mir auch schon gedacht, dass der Trockner auch für Obst oder Kräuter geeignet ist. Sozusagen multifunktional:)
      Liebe Grüße,
      Amely

  1. Ich musste lachen bei der Lektüre, konnte mir die Odysee bildlich vorstellen…
    Coole Idee, bei unseren 70 Socken die Woche müsste unser “Wäschetrockner” nur wahrscheinlich andere Dimensionen haben…
    LG Maya

    1. Hallo Maya, es war wirklich eine Odyssee:) Ja, siebzig Socken passen wahrscheinlich nicht drauf. Aber man könnte den Wäschetrockner auch mit zwei Scharnieren versehen, sodass man ihn ausklappen kann und so den doppelten Platz schaffen. Und, was hältst du davon?
      Liebe Grüße,
      Amely

  2. hihiii – für das trockengestell habe ich keine verwendung – im winter liegen die wollsocken auf´m kachelofen und im sommer gehen wir am liebsten barfuss….(die paar küchentücher/servietten häng ich mit links auf – und zwar so dass ich sie nicht bügeln muss)
    aber die story ist druckreif!! grossartig! :-DDDD
    xxxx

  3. Liebe Amely,
    deine Geschichte hat wirklich etwas herzerfrischendes!! Ich musste sooo schmunzeln :)) Der Trockner wäre auch für uns eine super Idee….Bis ich alleine schon die Socken meines Mannes aufgehängt hab. Er hat 4 verschiedene Farben….immer passend zu den entsprechenden Anzügen, die er als Sesselpupser (uppps) leider tragen muss. Da steh ich immer ewig, beim Aufhängen!!
    Aber auch als “Solar-Trockner” für Obst und Kräuter finde ich diese Idee super…
    Mal schauen, wo der nächste Baumarkt hier ist.
    Ganz liebe Grüße in die Heimat

    Jeanne

    1. Hallo Jeanne, freut mich, dass dich die Idee anspricht! Es lohnt sich wirklich und der Trockner ist bei mir dauernd im Einsatz, sei es für Socken, Unterwäsche, Taschentücher, Küchentücher… Es spart echt viel Zeit. verschiedenfarbige Socken wurden bei uns aus Effizienz-Gründen übrigens wegrationalisiert:) Schwarz passt eigentlich immer und man muss nichts sortieren.
      Ich habe auch vor, den Trockner mal für Kräuter oder Chili auszuprobieren.
      Liebe Grüße!
      Amely

  4. Liebe Amely,
    das war gerade noch die richtige Lektüre nach einem anstrengenden Arbeitstag – sehr lustig und originell und ich konnte mir dich bei der Aktion und auch beim amüsierten Schreiben darüber so gut vorstellen. Da sind ja wirklich alle potentiellen Hindernisse zusammengetroffen und ich bin echt beeindruckt von Deiner Zielstrebigkeit, das Ding auf alle Fälle zu bauen.
    Ganz lieben Gruß und eine gute Nacht – die meine fängt demnächst an,
    Mirjam

    1. Liebe Mirjam, ich freue mich darüber, dass du den Text gern gelesen hast und über deinen Kommentar! Bei mir laufen Bastelaktionen eigentlich fast immer so ab… Da ist es praktisch, wenn man einen Baumarkt in der Nähe hat:)
      Ganz liebe Grüße,
      Amely

  5. Großartig, liebe Amely, danke, dass du den Beitrag bei ANL verlinkt hast, sonst wäre er mir vermutlich “durch den Rost gefallen”. Habe mich köstlich darüber amüsiert und finde außerdem deine Trockner-Idee genial! Wenn ich mich nicht irre, steht in meiner Gartenhütte noch eine Abdeckung für einen einstigen Meerschweinchenkäfig, die einen ganz ähnichen Zweck erfüllen könnte…
    Herzlichst, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/08/monis-buntes-flower-power-sommerfest.html

    1. Liebe Traude, danke für deinen Kommentar! Wenn du schon eine Meerschweinchenkäfigabdeckung hast, entfällt die Baumarkt Tour:)
      Liebe Grüße,
      Amely

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