Unverpackt einkaufen

Plastik vermeiden

Wenn ich mich so quer durch das Internet lese (Online-Zeitungen, Blogs oder soziale Medien), so habe ich den Eindruck, dass fast jeder der Umwelt zuliebe Plastikverpackungen meidet, wo es nur geht. Ein Blick in die Realität beweist leider das Gegenteil: Getränke in Plastikflaschen werden in Massen ins Auto geladen, beim Einkauf auf dem Markt lässt man sich bald jede Kartoffel einzeln in eine Plastiktüte packen, und selbst im Bioladen schaffen es die Kunden, zielsicher die Heidelbeeren im Plastikschälchen in den Einkaufskorb zu legen.

Offensichtlich spielt das Thema entweder nur in meiner persönlichen Filterblase eine Rolle. Oder es ist zwar im Bewusstsein der breiten Masse angekommen, spiegelt sich aber nicht im Verhalten wider. Deswegen kann ein Artikel über meine Erfahrungen im Unverpackt-Laden nicht schaden, dachte ich mir.

Seit etwa einem halben Jahr weiß ich von einem Unverpackt-Laden in Landau. Anfangs dachte ich mir: “Die Sachen sind bestimmt total teuer dort. Außerdem kann ich da nicht zu Fuß hin. Es muss doch auch andere Möglichkeiten geben, ohne Verpackung einzukaufen”. Aber dann gelang es mir doch, meine Vorbehalte zu überlisten, und was soll ich sagen: Ich bin begeistert!

Gerade die Produkte, die es sonst nur in Plastikverpackungen gibt (Nüsse, Hülsenfrüchte, Reis, Gewürze usw.) bietet der Laden in großen Gebinden an, aus denen sich die Kunden die gewünschte Menge in eigene Gläser abfüllen können. Ich habe Altgläser zum Beispiel von Tomatenpüree, Essiggurken oder Sauerkirschen verwendet. Das Abfüllen dauert zwar etwas länger, als in einem Supermarkt die fertigen Packungen in den Wagen zu werfen, dafür hat man die Lebensmittel aber für zuhause schon ansprechend und mottensicher verschlossen.

Daneben gibt es Essig und Öl zum Abfüllen in Flaschen, verpackungsfreie Kosmetikartikel (Seifen, Zahntabs usw.), ja sogar Putzmittel kann man sich in eigene Behälter abfüllen. Die Dame erklärte mir, dass die Hersteller die Plastikbehälter reinigen und wiederverwenden, bis sie irgendwann kaputt sind.

Die Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen allesamt in Bio-Qualität erhältlich, was ich sowieso sinnvoll finde, denn etwas weniger Gift auf den Feldern und im Wasser schadet unserem Ökosystem sicher nicht.

Entgegen meiner ursprünglichen Bedenken sind die Waren NICHT deutlich teurer, sondern können preislich mit den normalen Supermärkten, Bioläden und teilweise sogar mit den Discountern (z.B. bei Walnüssen) mithalten. Damit ihr euch ein eigenes Bild machen könnt, hier ein paar Zahlen (Preise pro 100 Gramm im Unverpackt-Laden):

  • Kidneybohnen: 45 Cent
  • Basmatireis: 49 Cent
  • Rohrohrzucker: 41 Cent
  • Kakao: 1,40 Euro
  • Cranberries: 2,60 Euro
  • Kichererbsen: 36 Cent
  • rote Linsen: 45 Cent
  • Walnüsse: 2,80 Euro

Dadurch, dass wir alle paar Monate im Unverpackt-Laden unsere Vorräte auffüllen, fallen erfreulicherweise viele Plastikverpackungen weg. Ich kann euch also nur ans Herz legen, einem Unverpackt-Laden in eurer Nähe einen Besuch abzustatten. Eine Liste von allen Unverpackt-Läden in Deutschland findet ihr hier.

Außerdem hat die liebe Jeanne vom Blog “Ideenmuckla” mir eine weitere wichtige Anregung zum Thema unverpackt einkaufen gegeben: Sie spart Papiermüll, indem sie selbstgenähte Stoffsäckchen für Brot und Gebäck verwendet. Bisher ging ich mit Papiermüll eher sorglos um (ist ja biologisch abbaubar). Aber Tatsache ist, dass die Herstellung der Bäckertüten auch CO2 und Ressourcen benötigt. Außerdem sind Papiertüten meist gar nicht vollständig biologisch abbaubar, da sie oft Kunststoffe zur Stabilisierung oder giftige Druckfarben enthalten. Deswegen habe ich vor, auch den Papiermüll deutlich zu reduzieren. Ein erster Schritt dafür sind meine selbstgenähten Brottüten aus gewachster Baumwolle. Wir verwenden sie auch für Pflücksalate, Rosenkohl oder anderes Gemüse. Auch Käse lässt sich darin transportieren. Sie sind bei 40 Grad in der Maschine waschbar.

Insgesamt gelingt es uns so, beim Lebensmitteleinkauf fast ohne Plastikverpackungen auszukommen. Ausnahmen sind im Wesentlichen Butter, Kokosmilch, Quark und Fleisch. Wir versuchen zwar, diese Produkte nur in Maßen zu konsumieren, aber dennoch suche ich hier noch nach einer Lösung ohne Müll.

Auch wenn beim Wocheneinkauf kaum mehr Müll anfällt, ist unser gelber Sack dennoch nicht leer. Grund dafür sind beispielsweise Neuanschaffungen, die sich nicht ganz vermeiden lassen. Irgendwann ist die Matratze durchgelegen, die Waschmaschine gibt den Geist auf, und der Pürierstab verliert im Härtetest gegen die Kichererbsen. Natürlich wäre es schön, diese Gegenstände gebraucht aufzutreiben, aber gerade bei technischen Geräten finde ich das schwierig, da ich im Ernstfall mit der Reparatur überfordert bin. Habt ihr irgendwelche Ideen, wie man die Unmengen an Plastik- und Styropormüll in solchen Fällen vermeiden kann?

Über eure Ideen und Anregungen freue ich mich sehr!

Liebe Grüße,

Amely

Meine Beiträge zum Thema Plastik vermeiden:

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18 Kommentare

  1. Hoi Amely
    Ich sehe dies auch bei meinem wöchentlichen Einkauf. So oft ich kann nehme ich unverpackte Ware und habe meine Gemüsebeutel für das frische Obst und Gemüse dabei. Aber leider sind auch viele Artikel gar nicht Verpackungsfrei erhältlich oder sogar zusätzlich zweimal eingeschweisst. Was soll man da als Endnutzer machen, ausser soviel wie möglich selber anzubauen und die Augen offen zu halten.
    Andere Leute würde ich nie direkt beim Einkaufen darauf ansprechen, dass sie sich die vielen Säckli sparen und Abfall vermeiden könnten.

    1. Hallo Pascale, Obst und Gemüse kaufe ich auch nie verpackt, schon immer. Ich finde das völlig überflüssig. Äpfel oder Karotten z.B. kann man auch so in den Rucksack oder die Tasche packen, für Salat genügt etwas altes Zeitungspapier. In normalen Supermärkten erhält man viele Sachen nur in Plastik verpackt, das stimmt. Aber hast du mal geschaut, ob es bei dir in der Ecke einen Unverpackt-Laden gibt? Das wäre eine gute Alternative!
      Ich spreche auch niemanden an, man würde ja aus dem Reden nicht mehr rauskommen….
      Liebe Grüße!
      Amely

  2. Hi! Unterpackt einkaufen direkt in meiner Nähe geht leider nicht…Ich finde es z.B. ziemlich schade, dass genau die lecker schmeckenden Bio Möhren eingeschweißt sind und die normalen Bundmöhren zwar frei von Plastik sind, aber nicht schmecken. Nur weil die Biokarotten auf den alten Futtersorten basieren… Usw… Gibt es bei Euch ein Relaiscafé? Das wäre etwas ab Fühler wg. gebrauchter Elektroartikel. Aber da wirklich überhaupt etwas zu finden… So Kleinteile vielleicht. Manchmal gibt es Händler die so gecheckte Herde, TV und weißer Wäre anbieten, sogar mit Garantie. Würde ich aber sehr auf s Alter und Verbrauch achten.
    Schöne Woche und liebe Grüße
    Nina

    1. Hallo Nina, das Bio-Gemüse oft in Plastik eingeschweißt ist, ist das Allerletzte! Das boykottiere ich sowieso. Zum Glück haben wir hier einen guten Bioladen, und was ich dort nicht bekomme, kaufe ich im Gemüseladen oder direkt beim Bauern, falls ich zufällig da vorbeikomme.
      Dafür haben wir leider kein Relaiscafe oder ähnliches. Das wäre eine tolle Sache! Ich traue es mir nämlich wirklich nicht zu, gebrauchte Elektroartikel zu kaufen und im Reparaturfall selbst daran rumzuschrauben.
      Ich hoffe, dass langsam mal ein Umdenken einsetzt und Plastik entweder komplett recycelt wird oder durch biologisch vollständig abbaubare Stoffe ersetzt wird.
      Liebe Grüße!
      Amely

  3. Hallo Amely,
    es ist unglaublich, welche unsinnigen Verpackungen der Handel so anbietet und die Menschen nehmen diese, ohne mal drüber nachzudenken und/oder auch aus Bequemlichkeit mit. Schrecklich!
    Ich habe mir vor einiger Zeit Tüllsäckchen für Obst und Gemüse genäht. Auf diese werde ich sehr oft angesprochen, was ich als gutes Zeichen werte.
    Demnächst nähe ich mir noch weiße Baumwollbeutel für die Backwaren. Als Kinder sind wir nur mit Baumwolltaschen Brötchen holen gegangen.
    Wo es möglich ist, versuche ich den Müll zu reduzieren. Nach einem Unverpackt-Laden werde ich mal Ausschau halten.
    Danke für die Anregung.
    Liebe Grüße von Heike

    1. Hallo Heike, ich finde es auch unglaublich, dass viele Leute Salat fertig gewaschen in Plastiktüten kaufen oder Gemüse in Plastikbechern. Vor allem bildet sich dort ein Microklima, das Bakterienwachstum begünstigt. Also hygienisch ist es sicher nicht!
      Tülltüten und Baumwolltaschen sind eine gute Sache!
      Manchmal hilft es tatsächlich, sich an früher zu erinnern. Wir hatten zb in der gesamten Kindheit und Jugend nur Stofftaschentücher, keine Papiertaschentücher. Irgendwann bin ich dann auf Papiertaschentücher umgestiegen, aber inzwischen nutze ich wieder solche aus Stoff, und siehe da, es geht auch!
      Unsere Großeltern zb haben ja auch ohne Plastik überlebt, also irgendwie geht es schon:)
      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!
      Amely

  4. Super, vielen Dank für den informativen Post 🙂 der nächste Unverpackt Laden ist zu weit weg von mir um nur dafür ins Auto zu steigen. Da wäre die Bilanz wahrscheinlich direkt hin. Aber ich werde mir das einfach merken und einen Einkauf mit was anderem kombinieren 🙂
    Gute Idee mit den Brottüten! Hatte ich gar nicht auf dem Schirm, wegen Angst vor Schimmel. Also danke für den Hinweis dass man die waschen kann 😉
    Liebe Grüße
    Katharina

    1. Hallo Katharina, den Fahrtweg muss man natürlich berücksichtigen, da hast du recht. Ich habe sowieso manchmal Termine in Landau, so kann ich es kombinieren. Außerdem gibt es dort sowieso nur Sachen, die man auf Vorrat kaufen kann, sodass man sich gleich für mehrere Wochen oder Monate eindecken kann (funktioniert nur bei guter Planung und ausreichendem Vorrat an Altgläsern:))
      Als Brottüten kann man übrigens auch normale Stofftaschen verwenden, nur trocknet das Brot da halt schneller aus.
      Liebe Grüße,
      Amely

  5. Hallo Amely,
    vielen Dank für diesen tollen Post. Ich finde es sehr wichtig, dass man immer und immer wieder darüber redet, berichtet und sich austauscht (offline und online). Wenn man es schafft, dass sich die Leute dann vielleicht doch mehr Gedanken beim Einkaufen machen, hat sich die eine oder andere Diskussion schon gelohnt.
    Ich versuche auch schon seit Jahren weniger Plastikmüll zu produzieren. Bei Kosmetikartikeln kann man z.B. auch einiges an Plastik einsparen, entweder bei der Verpackung oder auch bei den Inhaltsstoffen (Stichwort Mirkoplastik/Nanoartikel). So verwende ich seit vielen Jahren kein Duschgel mehr, sondern kaufe mir auf Handmade- oder Weihnachtsmärkten ganz normale Seife. Die wird meist nur in Seidenpapier oder sogar Zeitungspapier gewickelt.
    Ebenso verwende ich als Haarpflege nur noch festes Shampoo (Verpackung ebenfalls nur Papier), Apfelessig als Spülung (Glasverpackung) und Kokosöl als Kur (Glasverpackung). Ich habe lange, dicke und lockige Haare und sie fühlen sich super an und glänzen wunderbar. Allerdings muss man die Haare “entwöhnen” von den üblichen Pflegeprodukten. Ich sah ca. 2 Monate aus wie ein Wischmop. Ich vermute, hier schrecken viele davor zurück, was eigentlich sehr schade ist. Auch muss man sich bei den festen Shampoos/Haarseifen ein bisschen durchprobieren. (Das muss man ja aber bei “normalen” Shampoos auch.) Der gesamte Aufwand lohnt sich aber wirklich. Meine neue Haarpflegemethode ist sehr viel kostengünstiger und dabei noch gesünder und auch noch umweltfreundlicher als früher. 🙂
    Beim Deo verwende ich seit einigen Wochen die Deocreme von Ponyhütchen. Die Tiegel sind zwar aus Plastik, aber Ponyhütchen führt momentan ein Mehrwegsystem für diese Tiegel ein, sodass man sie zurückgeben kann zur Wiederbefüllung. Das ist für mich ok. Besser als die Verpackungen von anderen Deos wegzuwerfen. Ponyhütchen erklären übrigens in ihrem Blog sehr ausführlich, warum sie keine Glastiegel verwenden. Es ist schön zu sehen, dass sie sich mit dem Thema Verpackung auseinandergesetzt haben.
    Einen Unverpacktladen gibt es bei uns im Städtchen seit ca. einem halben Jahr. Er ist ca. 7,5km (Auto) bzw. 6,5km (Fahrrad) von uns entfernt. Jetzt in den Sommermonaten werde ich mir öfters mein Fahrrad schnappen und meinen Rucksack mit ein paar leeren Gläsern und mache mich auf den Weg. 🙂 Im Winter fahre ich kein Fahrrad. Da schaue ich, dass ich den dortigen Einkauf mit anderen Besorgungen im Städtchen kombinieren kann.
    So, jetzt habe ich so viel geschrieben, da hätte ich eigentlich gleich einen eigenen Post machen können. 🙂
    LG
    Natalie

    1. Liebe Natalie, danke für deinen interessanten Kommentar! Ich finde es wirklich toll, dass du dich auch mit dem Thema Verpackung auseinandersetzt und schon so viele Möglichkeiten für dich aufgetan hast! Ich verwende auch seit geraumer Zeit eine normale Pflanzenseife statt Duschgel, und das funktioniert super. Ich habe auch verschiedene Haarseifen ausprobiert, aber nach etwa einer Woche sah ich auch aus wie ein ramponierter Wischmop und das habe ich dann nicht länger durchgehalten. Deswegen verwende ich leider immer noch ein konventionelles Shampoo. Aber vielleicht sollte ich die zwei Monate mal durchhalten, wenn du schreibst, dass es danach besser wird? Ich habe aber im Gegensatz zu dir ziemlich dünne Haare, vielleicht ist da Seife auch einfach nicht so geeignet. Spülungen und Haarkuren verwende ich sowieso nicht, aber falls doch, kann ich ja mal deine Tipps ausprobieren:) Ein Deo möchte ich mal selbst machen, sobald meines leer ist.
      Putzmittel wollte ich auch mal selbst machen, bin aber von der Idee abgekommen. Es ist mir zu aufwändig und die Substanzen, die man dafür braucht, sind auch nicht immer gesund. Ich verwende die Frosch Produkte, da sie biologisch abbaubar sind und die Verpackungen aus recyceltem Plastik bestehen.
      Also insgesamt muss man schon ziemlich rumprobieren und forschen, um Plastik zu vermeiden, da es leider allgegenwärtig ist. Ich denke, es muss sich gesellschaftlich und politisch wirklich was ändern, und dafür ist es wichtig, das Thema immer mal wieder zu diskutieren, so wie du schreibst.
      Ich habe auch schon andere Artikel dazu geschrieben, die ich jetzt oben in Beitrag mal verlinke.
      Übrigens wollte ich gerade auf deinen Blog schauen, aber der war irgendwie nicht erreichbar:)
      Also, liebe Grüße und vielen Dank für deine Anregungen!
      Amely

      1. Liebe Amely,
        vielen Dank für den Hinweis zwecks Blog. Ich hatte einen kleinen Fehler in der Webadresse. Diesmal gebe ich die Adresse richtig ein. 😉
        Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen Haarseife und festem Shampoo. Das wusste ich lange nicht. Die Haarseife wird klassisch gesiedet, ist somit sehr reichhaltig. Bei festem Shampoo ist das nicht der Fall. Ich vermute, dass Haarseife dünneres Haar zu sehr beschwert. Ich nutze entweder das feste Shampoo von Ponyhütchen oder von Jolu. Beides kann ich wärmstens empfehlen. Und das sage ich freiwillig, ich bekomme dafür keine Provision. 🙂
        Seit ich vor einigen Monaten einen Beitrag im SWR Fernsehen gesehen habe, mache ich meine Putzmittel selbst (sobald die gekauften Packungen leer waren versteht sich). Die Zutaten, die man dafür benötigt, sind absolut nicht schädlich. Ich verlinke Dir mal den Artikel zu der Sendung, die ich damals gesehen habe:
        https://www.swr.de/kaffee-oder-tee/haushalt/putzmittel-selber-herstellen/-/id=2343458/did=20393598/nid=2343458/16adtk7/index.html
        Und hier gibt es noch die Rezepte inkl. Mengenangaben:
        https://www.swr.de/kaffee-oder-tee/haushalt/putzmittel-selber-herstellen/-/id=2343458/did=20393598/nid=2343458/16adtk7/index.html
        Auf den Badreiniger aus Zitronensäure schwöre ich inzwischen. Das Zitronensäurepulver kaufe ich günstig im Drogeriemarkt.
        Es freut mich immer wieder, wenn ich im WWW jemanden treffe, der sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt! Und wer weiß, vielleicht werden es ja immer mehr.
        Ganz liebe Grüße aus dem Ländle! 🙂
        Natalie

        1. Hallo Natalie, danke für deine Infos! Ich werde also probieren, die Haare einfach mal mit normaler Pflanzenseife zu waschen. Vielleicht klappt das besser!
          Danke auch für die Links zum Thema Putzmittel selber machen. Vielleicht wage ich mich doch mal daran. Bisher drücke ich mich davor, da ich schon versuche, im Bereich Kosmetik ein paar Sachen selbst zu machen und das doch ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt.
          Mich würde interessieren, ob du die Zitronensäure zum Beispiel auch unverpackt oder in Pappe bekommst? Ich habe manche Zutaten für Kosmetik dann doch nur in Plastik gefunden, und das finde ich dann irgendwie nicht zielführend…
          Naja, es wäre gut wenn die Industrie mal langsam umdenken würde und umweltfreundliche Möglichkeiten anbietet:) Aber so lang kann man wohl nicht warten, deswegen beschäftige ich mich weiterhin mit dem Thema und bin auch immer froh, Gleichgesinnte zu treffen (besonders wenn sie dann noch aus dem Ländle kommen:)).
          Die anderen Artikel zum Thema Plastik vermeiden hab ich noch in dem Beitrag ganz unten ergänzt.
          Ganz liebe Grüße aus der Pfalz!
          Amely

          1. Hallo Amely,
            ich gebe zu, ich scheue bei manchen Sachen auch den Aufwand, wie z.B. das Raspeln der Kernseife um selbst Waschmittel selbst herzustellen. Und bereits geraspelte Kernseife als Fertigprodukt habe ich noch nirgends gefunden. Es gibt zwar Seifenflocken zu kaufen, aber da ist meist Palmöl drin, welches ich so gut es geht vermeide.
            Ich persönlich wäre bei meinen Haaren eher skeptisch, ob man sie mit normaler Seife waschen kann. Aber soweit ich weiß, hat dm seit neuestem auch festes Shampoo im Sortiment. Das ist preislich schon günstiger als die beiden, welche ich benutze (Ponyhütchen und jolu). Ausprobiert habe ich es aber noch nicht.
            Wobei ich festgestellt habe, dass das feste Shampoo viiiiel ergiebiger ist als herkömmliches Shampoo und somit relativiert sich der höhere Preis wieder. Außerdem muss ich damit weniger oft die Haare waschen, weil die Kopfhaut ausgeglichener ist und so gut wie gar nicht nachfettet. (Das Shampoo von Ponyhütchen hält bei mir beispielsweise drei Monate.)
            Zudem nutze ich auch feste Handcreme. Ja sowas gibt es. 🙂 Bei Ponyhütchen kann man wenn man mag die erste Handcreme inkl. Aludöschen zur Aufbewahrung kaufen und den Nachschub dann ohne Aludose. Dieses Refill System finde ich echt praktisch. Der Nachschub kostet weniger und kommt dann nur in Papier eingewickelt. (Diese Handcreme hält bei mir beispielsweise sechs Monate. Und für die Füße kann man sie auch ganz wunderbar nutzen.)
            Jolu verpackt ebenso so umweltfreundlich wie möglich. Paket-Füllmaterial ist beispielsweise aus Stärke und kann in den Biomüll.
            Die Zitronensäure kaufe ich immer bei dm als Pulver im Pappkarton (375g/€2,75). Es gibt sie dort auch flüssig, dann aber in einer Plastikflasche.
            Ich nutze die Zitronensäure hauptsächlich als Badreiniger, wobei man sie eigentlich für alles mögliche nehmen könnte.
            Soda habe ich inzwischen auch im Haus und nutze es regelmäßig, z.B. um Holzkochlöffel/Holzbrettchen sauber zu kriegen, wenn etwas abgefärbt hat, oder wenn in einem Topf etwas eingebrannt ist, oder im Outdoorbereich wie z.B. um Gartenmöbel, Steinplatten, Blumentöpfe zu putzen. Soda schadet den angrenzenden Pflanzen nicht. Aber auch zum stark verschmutze (Arbeits-)Kleidung oder Blutflecken einzuweichen ist es super. Und ich nehme es als Abflussreiniger.
            Die Anwendung von Zitronensäure bzw. Soda macht keinen Unterschied zu den meisten gekauften Putzmitteln: Man gibt eine kleine Menge davon in einen Eimer / in eine Sprühflasche mit Wasser und kann loslegen.
            Ich stöbere übrigens regelmäßig bei https://utopia.de/
            Hier findet man immer wieder Interessantes zum Thema Nachhaltigkeit.

            Ich habe gestern Abend bereits in Deinem Blog gestöbert und lauter interessante Dinge gefunden. 🙂 Ich werde ab jetzt regelmäßig vorbeischauen und nachlesen was es bei Dir so neues gibt. Außerdem habe ich beschlossen, dass ich selbst auch hin und wieder über das Thema Nachhaltigkeit bloggen werde. Bisher stelle ich in meinem Blog ja nur meine selbstgenähten Klamotten und Taschen vor. Aber da ich mich grundsätzlich mit dem Thema Nachhaltigkeit seit langer Zeit und immer noch regelmäßig beschäftige, könnte ich hierzu eigentlich auch hin und wieder einen Post veröffentlichen. Ich kam bisher noch gar nie auf die Idee…. Nur einmal habe ich das Thema bisher im Blog aufgegriffen, und zwar nähe ich regelmäßig Einkaufstaschen, die ich dann verschenke.
            (https://natalies-blumenwiese.jimdo.com/calliope-freebook/)
            Und wer weiß, vielleicht blogge ich ja auch mal über das Hausrotschwänzchen, dass momentan in unserem Garten brütet… 🙂 (Allerdings in einem gekauften Nistkasten, ich habe keinen Lieblingsonkel, der so tolle Wohnungen bauen kann…).
            LG
            Natalie

  6. Liebe Natalie, vielen Dank für deine ausführlichen Infos!

    Ich wusste nicht, dass es Zitronensäure bei DM im Pappkarton gibt. Das ist schon mal gut! Vielleicht wage ich mich dann doch mal an selbstgemachte Putzmittel. Wenn man das nur mit Wasser mischen muss, wie du schreibst, kann ja eigentlich nichts schiefgehen!

    Das Pflege-Ei kenne ich erst seit kurzem. Und zwar hat mir die liebe Jeanne vom Blog Ideenmuckla anlässlich ihres Blog-Geburtstags ein tolles Päckchen geschickt, und da waren zwei davon drin! Das ist super als Handcreme, fühlt sich sehr gut an, also ich bin begeistert. Eigentlich bin ich nämlich wie du auch froh, wenn ich nichts selbst zusammen mischen muss. Diese alchimistischen Versuche liegen mir nämlich nicht so sehr. Aber ich habe noch geraspelte Aleppo-Seife. Wenn du willst, kann ich sie dir schicken. Ich habe, nachdem ich einen Vorrat geraspelt habe, festgestellt, dass meine Haut mit Aleppo Seife nicht so gut zurecht kommt. Also, melde dich, falls du Interesse hast.

    Es freut mich wirklich, dass du vorhast, das Thema Nachhaltigkeit auch auf deinem Blog aufzugreifen. Du hast da so viele Ideen, Erfahrungen und Tipps, es wäre echt schade, wenn sie nur hier in den Kommentaren auftauchen!! Ich denke mittlerweile, man kann nicht oft genug über das Thema schreiben. Es ist so wichtig, dass möglichst viele Menschen damit erreicht werden!
    Ich hatte ursprünglich auch vor, einen reinen DIY-Blog zu schreiben. Das hab ich dann genau einen Monat durchgehalten. Mich treibt das Thema Umweltschutz doch zu sehr um und ich finde es auch ganz wichtig, dass man als Blogger nicht immer nur über die angenehmen Seiten schreibt (DIY, Mode, Rezepte usw.), sondern auch mal das ein oder andere relevante Thema aufgreift. Bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf deine Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit! Bestimmt kann ich einiges von dir lernen, das finde ich immer super und bereichernd. Also vielen Dank schon mal vorab für deine ideenreichen Kommentare!
    Ganz liebe Grüße,
    Amely

  7. Ohja, liebe Amely, so einen Unverpackt-Laden hätte ich auch gern in meiner Nähe! In Wien gibt es das Konzept bereits, da weiß ich allerdings auch nur von zwei Läden, und wenn man nicht gerade in der Nähe wohnt oder arbeitet, wird man dort wohl nur selten einkaufen. Bei uns “auf dem Land” gibt es dafür mancherorts Hofläden. Der, in dem ich aktuell einkaufe, ist schon ziemlich groß, da gibt es nicht nur Produkte aus eigener Bauernwirtschaft, sondern auch Reformhausartikel etc. Man kann hier auch Wasch- und Putzmittel kaufen, allerdings in Verpackung, und auch Mehl, Nudeln, Müslis etc. sind alle entweder in Papier oder manchmal auch in Plastik verpackt. Aber zumindest bei Obst, Gemüse und Eiern kann man Verpackung sparen: Ich nehme da immer meinen alten Eierkarton und die benützten Papiertüten mit und verwende die solange es geht. Und Milch / Joghurt /Fruchtsäfte werden in Einsatzflaschen verkauft. Ich hoffe, das restliche Unverpackt-Konzept setzt sich auch noch weiter durch!!! Danke für deine Verlinkung bei ANL!
    Herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.co.at/2018/05/alpaka-wanderung-in-den-leiser-bergen.html

    1. Liebe Traude, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, es ist schade, dass es nicht überall Unverpackt-Läden gibt. Viel besser wäre es allerdings, wenn ALLE Supermärkte versuchen würden, Produkte ohne Verpackung oder mit einer umweltfreundlichen Verpackung (aus Altpapier, biologisch abbaubaren Plastikersatzstoffen oder anderem) anzubieten. Davon sind wir aber noch weit entfernt!
      Pfandflaschen nutze ich auch bei Milch, Joghurt, Sahne und Fruchtsäften.
      Hofläden finde ich super, da die Bauern dort die Preise selbst bestimmen können und nicht unter dem massiven Preisdruck der fünf größten Lebensmittelketten (Aldi, Edeka, Kaufhaus, Lidl…) stehen. Landwirtschaft ist Arbeit und die sollte man auch fair bezahlen! Bei uns gibt es direkt im Ort leider keinen Hofladen, aber wenn wir außerhalb an einem vorbeikommen, kaufen wir dort auch manchmal ein.
      Ganz liebe Grüße!
      Amely

  8. leider gibts hier keinen “unverpackt”-laden – der nächste in der grossen stadt wäre wg. CO2-ausstoss vom auto nicht zu rechtfertigen…..
    am meisten regen mich eingeschweisste bio-gurken auf!! die gewöhnlichen gibts natürlich nackig.
    bei geräten kann man die verpackung gleich im laden lassen – da hat man sie wenigstens nicht zuhause und wenn viele das machen denken vll. auch mal die hersteller/vertreiber um.
    das geht auch mit lebensmittel- oder drogerieverpackungen – alles, was für den heimtransport nicht gebraucht, wird bleibt im laden, die haben dafür behälter hinter der kasse.
    übrigens werden nur 40% des verpackungsmülls/gelber sack/grüner punkt dann auch tatsächlich recycled. wegen lascher vorschriften picken sich die firmen nur die interessanten sachen raus – die mit denen man richtig geld machen kann – der rest wird verbrannt……..
    (kam letztens im radio)
    xxx

    1. Hallo Bahnwärterin, ich kapiere auch nicht, warum die Bio-Gurken eine zweite Schale aus Plastik brauchen (sie haben doch schon eine). In dem Fall würde ich immer konventionelles aber unverpacktes Gemüse vorziehen.
      Ich mache es inzwischen auch so, dass ich die Verpackung von neuen Geräten direkt im Laden lasse. Ich hoffe, dass das den Verkäufern zumindest die Menge an Müll vor Augen führt und zum Umdenken zwingt. Außerdem kann man auch immer wieder den Wunsch nach wenige Plastikverpackung äußern. Ist natürlich kein Ersatz dafür, nach unverpackten Produkten zu suchen und kommt nur zum Einsatz, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt.
      Dass das “Recycling” bei uns kaum funktioniert, ist mir bewusst, und ich habe schon mal einen Beitrag darüber geschrieben (Die Recycling-Lüge). Ich habe aber den Eindruck, dass sich langsam auch politisch was ändert, das ist auch höchste Zeit!
      Liebe Grüße,
      Amely

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