(Nützliches) Unkraut

“Nun sag, wie hast du’s mit dem Unkraut?”, ist wohl die Gretchenfrage unter den Gartenfreunden. Erbittert bekämpft, fleißig gejätet, liebevoll geerntet, lässig ignoriert oder begeistert kultiviert: im Umgang mit Unkraut scheiden sich die Geister.

In “modernen und zeitsparenden” Gärten wird der kleinsten Pflanze, die sich mühsam durch dicke Schichten von Unkrautflies und Kies gekämpft hat, sofort der Garaus gemacht (und mit ihr auch den Bienen, Schmetterlingen und Insekten).  Im Gegensatz dazu strebt man im naturnahen Garten eine ausgewogene Balance zwischen naturbelassenen und gezähmten Bereichen an. Denn die sogenannten “Unkräuter”, die sich auf natürliche Weise ansiedeln, haben oft einen Nutzen für die Artenvielfalt und sollten deswegen nicht völlig aus dem Garten verbannt werden.

Ich stelle euch heute acht verschiedene Unkräuter vor, die nützlich für die Tierwelt sind oder in der Küche lecker zubereitet werden können. Anschließend habe ich noch ein paar Vorschläge, wie man Unkraut im Garten in Schach halten kann (und wie besser nicht).

Ihr könnt wieder wie jeden Freitag eure Beiträge zur naturnahen Gartengestaltung verlinken! Das heutige Motto lautet “(nützliches) Unkraut”. Wie geht ihr mit Unkraut im Garten um? Habt ihr Tipps, Rezepte oder Erfahrungen? Ich bin gespannt! Nährere Infos zur Linkparty findet ihr hier. Bitte denkt an den Backlink (www.pfauen-auge.de). Ich freue mich auf eure Ideen und einen interessanten Austausch!


Löwenzahn:

Das Unkraut Nummer eins, welches durch seine rasante Verbreitung und äußerste Genügsamkeit ein wahrer Überlebenskünstler ist. Und eben deswegen wird er von vielen Gartenfreunden gefürchtet! Dabei ist Löwenzahn im Frühling ein wichtiger Nektarspender für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Sollen die gelben Punkte im Garten nicht überhand nehmen, so können sie als Marmelade, Sirup, Salat oder Kräuterbutter verspeist werden. Die Bitterstoffe des Löwenzahns haben einen positiven Effekt auf die Verdauung, und das Vitamin A ist wichtig für die Haut und die Augen.

Brennessel:

Etwa fünfzig Schmetterlingsraupen ernähren sich von Brennesselblättern. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Landkärtchen sind als Raupen sogar ausschließlich auf Brennesseln angewiesen. Das ist ein guter Grund, um sie in der ein oder anderen Gartenecke stehen zu lassen! Außerdem haben Brennesselblätter gesunde Inhaltsstoffe und können als Tee oder Gemüse lecker zubereitet werden. Aus Brennesseln lässt sich auch recht einfach eine Jauche herstellen, die Pflanzen vor Schädlingsbefall und Krankheiten schützt. Meiner Erfahrung nach breiten sich Brennesseln auch nicht so rasant aus wie andere Unkräuter.

Efeu:

Obwohl Efeu an für sich recht ansprechend aussieht, hat es bei vielen Gärtnern keinen guten Ruf. Zu Unrecht, denn gerade im Herbst und im Winter ist Efeu eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten und Vögel. Es blüht von August bis November oder Dezember, wenn sonst kaum Nektar zur Verfügung steht, und lockt so Schmetterlinge, Bienen, Wespen, Schwebfliegen und sogar Marienkäfer an. Die Beeren, die sich im späten Winter bilden, stellen eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel dar. Es lohnt sich also, Efeu in etwas schattigeren Ecken stehen zu lassen oder zu pflanzen. Bis zur Blüte können allerdings zehn Jahre vergehen. Außerdem lässt sich aus Efeu ein biologisches Spül- und Waschmittel herstellen, das die Umwelt schont.

Giersch:

Dieses Wildkraut kann sich hartnäckig ausbreiten und wird deswegen in vielen Gärten ebenso hartnäckig bekämpft. Umso beliebter sind die weißen Blüten bei Ameisen, Wildbienen und Käfern. Wer den Giersch dennoch nicht in seinem Garten duldet, kann ihn einfach aufessen und dabei noch seiner Gesundheit etwas Gutes tun: Er enthält beispielsweise viermal so viel Vitamin C wie Zitronen und lässt sich zu einem schmackhaften Pesto oder Spinat zubereiten.

Ackerschachtelhalm:

Die meterlangen Wurzeln des Ackerschachtelhalms sind mit keiner Methode wirklich zu bändigen. Bei Mensch und Tier gleichermaßen unbeliebt, kann der unerwünschte Gast aber immer noch zu einer Pflanzenschutzbrühe verarbeitet werden, die gegen Schädlinge und Krankheiten wirkt. Doch auch auf die Gesundheit des Menschen kann sich der Ackerschachtelhalm als Tee zubereitet positiv auswirken: Er soll eine reinigende und entgiftende Wirkung haben.

Klee:

Liebhabern des englischen Rasens ist der Klee ein Dorn im Auge, da seine weißen Blüten das monotone Grün stören. Doch in den Blüten finden Bienen und Hummeln wertvollen Nektar, den sie zum Überleben brauchen. Außerdem bleibt Klee im Gegensatz zu Rasen auch mit wenig Wasser und Nährstoffen saftig grün.

Disteln:

Bei mir rangieren Disteln auf der Beliebtheitsskala ganz weit unten, da sie sich explosionsartig ausbreiten und dazu noch unangenehme Stacheln haben. Aber Disteln sind wahre Schmetterlingsmagnete und haben deswegen ein Plätzchen im Garten verdient.

Gänseblümchen:

So nett und unscheinbar die Gänseblümchen auch aussehen mögen, so wenig Begeisterung lösen sie bei vielen Gärtnern aus: Sie können sich horstartig ausbreiten und auf die Weise den Rasen langsam verdrängen. Zwar haben Gänseblümchen meines Wissens nach keinen speziellen Nutzen für Insekten, aber sie können in der Küche und in der Hausapotheke vielfältig eingesetzt werden. Die Blüten machen jeden Salat dekorativ, und lassen sich zu Tee, Salben oder Tinkturen verarbeiten.

 

Das waren die Unkräuter, die mir bisher am häufigsten begegnet sind. Ich hoffe, ich konnte euch davon überzeugen, dass manche davon im naturnahen Garten durchaus einen Platz verdient haben.

Wenn sich aber Unkräuter über die Maßen ausbreiten, besteht Handlungsbedarf. Schließlich will man sich ja nicht mit der Machete einen Weg durch Brombeergestrüpp und Distelplantagen bahnen, um auf die Terrasse zu kommen.

Wie lässt sich das Unkraut in Schach halten?

So bitte nicht:

Abflammen:

Unverständlicherweise wird das Abflammen von Unkräutern oft als umweltfreundliche Methode angepriesen. Zwar gelangen keine schädlichen Substanzen in den Boden und ins Grundwasser, aber zusammen mit der Pflanze werden auch alle Insekten, Käfer, Regenwürmer und Bodentiere der oberen Schicht verbrannt! Deswegen sollte man davon die Finger lassen.

Salz und Essig:

Salz und Essig machen den unerwünschten Pflanzen schnell den Garaus, aber auch den erwünschten. Für Insekten und andere Krabbeltiere kann es auch nicht gerade gesund sein. Außerdem beeinträchtigen die Substanzen die Bodenqualität und geraten langfristig ins Grundwasser. Deswegen sind Salz- und Essigbehandlungen auf versiegelten Flächen sogar verboten. Aber auch außerhalb sollte man aus Umweltgründen verzichten.

Gift:

Begreift man den Garten als Lebensraum für Mensch und Tier, so ist es selbstverständlich, dass Gift hier nichts zu suchen hat! Unkrautvernichter und Insektengifte, beschönigend “Pflanzenschutzmittel” genannt, töten nicht nur unerwünschte Pflanzen und Tiere, sondern sind auch für die erwünschten giftig. Besonders Bienen fallen den sogenannten Neonikotinoiden zum Opfer, aber auch andere Insekten leiden darunter. Nicht von ungefähr hat sich die Insektenpopulation in den letzten Jahrzehnten um 76 Prozent dezimiert! So gerät die gesunde Balance des Ökosystems ins Wanken, denn auch Vögeln, die sich von Insekten ernähren, fehlt nun die Nahrung.

Aber nicht nur den Tieren zuliebe sollten wir auf Gift im Garten verzichten, sondern auch aus Rücksicht auf unsere eigene Gesundheit. Denn die Rückstände der Pestizide reichern sich im Boden sowie im Grundwasser an, und haben auf den menschlichen Organismus negative Auswirkungen.

Heimische Hecken, Bäume und Stauden sind gut an das Klima und die Bodenverhältnisse angepasst, sodass sie weniger anfällig für Schädlingsbefall sind und der Einsatz von Gift gar nicht notwendig ist. Auch die Wahl des Standorts spielt eine wichtige Rolle. Vorbeugend kann man biologische Pflanzenstärkungsmittel wie eine Brühe aus Ackerschachtelhalm oder eine Brennesseljauche einsetzen. Sollte eine Pflanze, die dem Gärtner schon ans Herz gewachsen ist, doch stark von Schädlingen befallen sein, so ist es besser, sich einfach von ihr zu trennen.

Meine Tipps gegen unerwünschtes Unkraut:

Garten in verschiedene Bereiche einteilen:

Passen Unkräuter, die nützlich für die Tiere sind (Brennessel, Löwenzahn, Distel u.a.), nicht ins ästhetische Konzept, so kann man ihnen ein paar weniger einsehbare Ecken zugestehen, beispielsweise hinter einem Schuppen oder einer Mauer. Diese Einteilung in wilde und gezähmte Bereiche erfreut das Auge des Gärtners und die Tiere.

Bodendecker:

Zwischen Stauden, Bäumchen oder Sträuchern entstehen oft große Lücken im Beet, die anfällig für Unkräuter jeglicher Art sind. Pflanzt man Bodendecker, so verhindern sie die Ausbreitung von Unkräutern, da sie Licht und Nährstoffe für sich beanspruchen. Außerdem absorbieren sie Laub und vertrocknete Blüten, wodurch die Bodenqualität verbessert wird. Einige Bodendecker breiten sich von selbst aus, wie zum Beispiel Walderdbeeren, Immergrün oder Efeu.

Mulchen:

Wird die Bepflanzung häufig gewechselt, wie zum Beispiel im Gemüsebeet, dann sind Bodendecker nicht geeignet. Stattdessen kann man die offenen Stellen im Beet mit Mulch aus Gras- und Gehölzschnitt abdecken. Dadurch trocknet der Boden nicht aus und die Pflanzen werden mit Nährstoffen versorgt. Es siedelt sich weniger Unkraut an, und wenn doch, dann auf der Mulchschicht, wo es leicht auszureißen ist.

Schneiden:

Bei versamenden Unkräutern wie Löwenzahn oder Disteln kann man die Ausbreitung stoppen, indem man mäht, bevor die Blüte ausgereift ist.

Abdecken:

Sollte das Unkraut trotzdem überhand nehmen, so kann man kleinere Bereiche einfach komplett abdecken, zum Beispiel mit einer dicken Schicht aus Grasschnitt oder einer alten Plastikfolie. Dadurch, dass kein Licht mehr auf den Boden kommt, sterben die meisten Unkräuter nach einiger Zeit ab. Diese bequeme Methode eignet sich leider nicht bei hartnäckigem Unkraut wie wilden Brombeeren, Ackerschachtelhalm oder Disteln.

Jäten:

Unkraut zu jäten ist zeitintensiv und deswegen für mich das letzte Mittel der Wahl. Wer dabei seinen Rücken schonen will, benutzt einen speziellen Unkrautstecher, der das Bücken erspart. Ganz junge Pflanzen kann man beseitigen, indem man den Boden leicht hackt und auflockert.

Anfreunden:

Manche ungeliebten Unkräuter bekommt man einfach nicht los, egal mit welcher Methode. Dazu zählt meiner Erfahrung nach der Ackerschachtelhalm. In dem Fall ist es das beste, sich mit der Pflanze zu arrangieren und von ihren Vorzügen so gut es geht zu profitieren. Dabei kann man sich ja immer wieder vor Augen halten:

Unkräuter sind Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt wurden. (Ralph Waldo Emerson)

Wie geht ihr mit Unkraut im Garten um? Welche Unkräuter begegnen euch besonders häufig? Fallen euch weitere Vorzüge von Unkräutern im naturnahen Garten ein?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Liebe Grüße,

Amely

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25 Kommentare

  1. hallo amely,
    als oberlästiges unkraut hast du nicht die quecke erwähnt. da hilft halt auch nur immer wieder ausreissen und vor allem die wurzeln entfernen, was nie so vollständig gelingt.
    beim girsch hatte ich da mehr erfolg, den habe ich durch systematisches herausreissen ziemlich dezimiert.
    dir ein sonniges und warmes Wochenende
    gruss hanna

    1. Liebe Hanna, mit Quecken hatte ich bisher keine Probleme, was auch daran liegen könnte, dass ich sie nicht als solche identifiziert hab:)
      Aber vielleicht nehme ich sie noch in meine Liste auf und recherchiere ein bisschen dazu.
      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende!
      Amely

  2. Guten Morgen! Da hast Du ja viel zusammen gesucht, schöner Beitrag. Ich hab dann noch mal versucht, den Link vom letzen Mal zu posten – ua. Gänseblümchen. Die sind doch einfach allgegenwärtig. Und es stimmt, Gänseblümchen werden nicht von Insekten bestäubt, sind da also keine Pollen/Nektarlieferanten. Aber sie sehen im Rasen einfach wunderschön aus. Und ob ich nun mit nackten Füssen über Rasen oder Gänseblümchen gehe, ist doch egal. Robust sind sie allemal. Ach ja, beim Lesen Deines Beitrages dachte ich nur, ich hab einfach einen viel zu kleinen Garten, dann könnte bei mir auch mehr Kraut einziehen. Wobei, bei Girsch ist beim mir Schluss, Efeu ist auch nicht meins – beide sind mir zu invasiv. Efeu muss ich am Gartenhaus bekämpfen, es nimmt das Holz auseinander, eine Nachbarin hier hat den ganzen Garten nur noch voller Efeu, er ist wirklich überall. Und ich habe schon gesehen, wie Girsch in kurzer Zeit von der kleinen Ecke in den ganzen! Garten gewandert ist, weil dort zeitweise niemand wohnte. Das vertreibt dann auch wieder viele andere Arten. Ansonsten gilt: bei leicht feuchter Erde im Frühjahr vorsichtig die Kräuter rausziehen, die man nicht möchte, ich hacke sehr wenig und wenn dann vorsichtig. Einige Bodendecker wandern von der Nachbarin auch immer wieder rüber, da muss man dann dran bleiben. Übrigens, überall in meinem Garten sind Veilchen. Die liebe ich sehr! Die ersten, wunderbar duftenden Frühlingsblüher, sehr schön auch für die Küche. Oder als kleiner Strauß auf dem Tisch. “Das wäre ein neuer Beitrag” *überleg*.
    Wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende
    liebe Grüsse
    Nina

    1. Liebe Nina, wie ich sehe, hat es dieses Mal mit der Verlinkung geklappt, zum Glück! Gänseblümchen gehören zum Frühling dazu, und sehen schon ansprechender aus als Rasen! Ich habe sowieso den Verdacht, dass ein unkrautfreier Rasen eine Monokultur ist, die nur mit großem Arbeitseinsatz oder eben mit Chemie erreichbar ist, und beides widerstrebt mir. Wenn man dann noch anfängt, den Rasen zu bewässern, sobald es mal zwei Tage nicht regnet, wird es erst recht aufwändig.
      Veilchen hätte ich auch gern, habe bisher nur Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen, eine mir unbekannte gelbe Sternblume und anderes Unkraut. Aber vielleicht siedeln sich Veilchen ja noch von selbst an. Man kann sie im Salat essen oder auf Süßspeisen, sieht toll aus.
      Es stimmt schon, dass Efeu ziemlich invasiv ist. Nervig wird es dann, wenn es sich mit anderen selbst ausbreitenden Pflanzen zu einem undurchdringlichen Dickicht verwächst. Aber ich werde es in Maßen trotzdem stehen lassen, da es ja gut ist für Vögel und andere Tiere.
      Liebe Grüße und danke fürs Verlinken!
      Amely

        1. Danke für den Tipp! Ich werde in den nächsten Tagen mal ein Foto machen, dann wissen wir es sicher:) Sie sind auf jeden Fall hübsch anzuschauen und ich werde sie sicher stehen lassen:)
          LG

  3. Zum Waschen habe ich Efeu noch nicht ausprobiert, aber die Amseln naschen im Frühjahr fleißig die Beeren ab. Die Bienen wiederum freuen sich über die Blüten. Hier gibt es eine Menge davon in der alten Hecke. Bei Disteln gehts mir ähnlich….letztes Jahr hatte ich eine Mariendistel, die mir aber doch Freude gemacht hat. Die Nickende Distel soll auch gut sein. Sie breitet sich nicht über Ausläufer aus. Die Kratzdistel im Vorgarten hatte ich unterschätzt. Die werde ich jetzt bestimmt nie mehr los…..;-)
    Die Stickstoffanzeiger Löwenzahn, Giersch und Klee hab ich hier nicht, dafür aber Quecke vom Bauland des Nachbarn.
    LG Sigrun

    1. Ja, die ersten fünf Disteln fand ich noch ganz interessant und nützlich, aber innerhalb einer Woche sind dann gefühlt 500 daraus geworden, das fand ich dann sehr lästig… Ich habe sie dann gejätet und den Bereich mit einer alten, dunklen Folie abgedeckt, aber sie kommen trotzdem nach (wenigstens sind sie durch den Lichtmangel nicht ganz so kräftig).
      Vielleicht sollte ich schauen, dass die Erde etwas stickstoffärmer wird, aber ich weiß nicht nicht genau, wie.
      Liebe Grüße und dir ein schönes, sonniges Wochenende!
      Amely

  4. Hallo Amely,
    bei uns nervt vor allem die Quecke. Die finde ich deutlich schlimmer als den Giersch.
    Efeu finde ich überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, ich begrüße es, wenn der die Bäume hochrankt und irgendwann einmal wertvolle Insektennahrung produziert, wenn er ins Blütenstadium gekommen ist.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Giersch und Quecke habe ich bisher nicht viele bei mir. Efeu stört mich auch nicht, nur sollte es sich halt nicht allzu unkontrolliert ausbreiten… Mal schauen, wie sich das entwickelt.
      Liebe Grüße,
      Amely

  5. Liebe Amely,
    Erst heute morgen bin ich durch den Garten gegangen, mit Schere und Sieb in der Hand. Abgeschnitten habe ich: Giersch, Vogelmiere, gemeiner Gundermann (LECKER!!!!) und Klee. Daraus wird zum einen eine Wildkräuter-Butter und zum anderen ein Kräutersalz.
    Mich persönlich stören die Unkräuter nicht! Ich esse sie 🙂
    Viele Grüße, Izabella

    1. Liebe Izabella, ich müsste wirklich viel essen, wenn ich unser ganzes Unkraut aufessen wollte! Aber vom Prinzip her ist es natürlich gut. Gestern wollte ich einen Wildkräutersalat mit Löwenzahn machen, aber der war so extrem bitter, dass ich ihn echt nicht runterbekommen habe. Vielleicht muss ich mich mal nach anderen Rezepten umsehen:)
      Übrigens kannst du deine Beiträge zum Gemüsegarten gern bei mir verlinken! Ich verlinke auch bei dir, sobald ich was zum Thema Gemüse habe.
      LG Amely

      1. Liebe Amely,
        Jetzt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich es schon 1 Mal versucht habe – an dem Tag bin ich gescheitert (Freitag, richtig) und seitdem geht es bei mir drunter und drüber… Rate mal, an welchem Tag ich überhaupt keine Zeit habe!! ABER!!! Deine Seite ist bei mir extra als Favoriten mit Sternchen markiert! Ich habe dich also auf dem Schirm!
        Viele Grüße, Izabella

        1. Liebe Izabella, ich lasse die Linkparty jetzt sowieso zwei Tage offen, da es scheinbar mehreren so geht wie dir. Also am Samstag kannst du auch noch verlinken.
          Liebe Grüße!
          Amely

  6. Liebe Amely,
    wieder ein sehr gelungener Beitrag!!
    So unglaublich das jetzt vielleicht klingen mag: wir säen regelmäßig Unkrautsamen aus!!! So jetzt ist es raus!! Nein, wir sind nicht bekloppt (o.k. ein kleines bisschen vielleicht schon) aber wir haben 5 Mini-Dinos, auch Schildkröten genannt, die nach dem Winterschlaf alles klitzeklein fressen, was ihnen vor die Nase, besser gesagt, vor die Riechöffnungen kommt!!! Wir haben mittlerweile Löwenzahn und Co. in Pflanzringe und Balkonkästen gepflanzt, weil das der einzigst sichere Ort ist. Ich hab auch jahrelang versucht, Brennnessel anzusiedeln, da ich sie als Raupenfutter für Schmetterlinge und Eisenlieferant für meine Smoothies brauche, doch leider vergebens…bis…letztes Jahr; seither wächst ein riesen Exemplar nun an einer geschützten Stelle , an der ich es nicht für möglich gehalten hätte. Die Natur ist so viel schlauer als wir!!

    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    1. Liebe Jeanne, da habt ihr ja sehr ökologische Unkrautvernichter zuhause! Ihr könntet die fünf gern mal bei uns im Garten aussetzen, damit sie sich den Bauch vollschlagen:) Unkraut gibt es nämlich mehr als genug:) Brennesseln habe ich aber wenig, vielleicht werden es noch mehr, sie stören mich auch nicht. Die Disteln machen mir ehrlichgesagt die meisten Sorgen, aber ich fürchte, dass selbst eure Schildkröten sie nicht mögen…
      Liebe Grüße!
      Amely

      1. Hihi, ich grinse gerade vor mich hin – ich glaube, ich muss mir auch solche Mini-Dinos zulegen 😉
        Unser Garten hat jede Menge Unkraut zu bieten, leider ist da manches auch schon ziemlich eskaliert, den Efeu nehme ich zwar zum Waschen, aber so viel kann ich mein Leben lang nicht waschen, wie da wächst. Den würden die Schildkröten aber auch nicht essen. Heute haben wir mal die zwei Efeukegel im mittleren Beet entfernen lassen. Die waren zwar schön, aber die Ausläufer haben alles überwuchert udn für die anderen Pflanzen war kein Platz mehr. Es ist allerdings immer noch genug Efeu im Rostrosengarten vorhanden 😉 Und Löwenzahn und Gänseblümchen und eine mir nicht näher bekannte lästige Rankpflanze und Kriechender Günsel und Vogelmiere und Wilde Möhre …
        Wir versuchen halt eine bunte Mischung aus verwenden / aufessen / ausreißen / wegmähen / erdulden / hübsch finden / dran gewöhnen / drüber hinwegsehen … 😉
        Herzlichst, die Traude
        http://rostrose.blogspot.co.at/2018/04/osterruckschau-inspirationen-und-dsvg.html
        PS: Topinambur sind übrigens auch eine Art “Unkraut”, jedenfalls wenn du sie nicht mit einer Rhizomsperre pflanzt oder (so wie ich) in ein Hochbeet oder z.B. in einen großen Blumentopf. Denn die breiten sich ganz wild von selber aus und verdrängen alle Nachbarn. Was natürlich in Hungerzeiten Vorteile haben kann, aber nicht in Zeiten, wo man sich einen wenigstens halbwegs gut strukturierten Garten wünscht. Aber hübsch sind die Topinamburpflanzen schon – die blühen nämlich wie kleine Sonnenblumen!

        1. Liebe Traude,
          du hast das ziemlich auf den Punkt gebracht. Unkraut im Garten ist ein heiß diskutiertes Thema. Topinambur ist ein ziemlich wuchernder Neophyt, der ganz schnell im Garten zum Problem werden kann. Ich hab das mal bei Freuden im Garten beobachten können und bin seitdem gewarnt. Das Eingrenzen im Eimer oder Hochbeet ist eine prima Lösung. Da Topinambur landwirtschaftlich angebaut wird, könnte er für die Natur zum Problemfall werden.
          LG Sigrun

        2. Liebe Traude, gut, dass du darauf hinweist, dass Topinambur sich so schnell ausbreiten kann! Das war mir nämlich mal wieder nicht bekannt:) Ich denke, die Mischung aus aufessen / verwenden / erdulden usw, die ihr praktiziert, ist wirklich ganz gut!
          Liebe Grüße!
          Amely

    1. Das ist lustig und passend! Gerade bei Löwenzahn bin ich schon im Zwiespalt, stehen lassen oder nicht… Aber wegen den Bienen und vielleicht ein bisschen auch wegen der Bequemlichkeit entscheide ich mich meistens für ersteres:)
      Liebe Grüße!
      Amely

  7. Lustig, viele der Unkräuter sind für mich ganz normale Wiesenblumen, die nun mal zu einer Wiese dazugehören. Ich bin aber auch in einem Garten mit Streuobstwiese aufgewachsen, englischer Rasen sieht für mich eher so natürlich aus wie ein Teppich. Aber leider sehen das viele Leute anders und mühen sich deshalb die hübschen Blümchen loszuwerden, während sie sich an anderer Stelle wieder um andere Blüten bemühen… Tja, der Mensch 🙂 Danke, dass du den Beitrag bei meiner Linkparty #ProPiep eingereicht hast. Denn alles, was den Insekten nützt, nützt auch den Vögeln. Beide werden leider immer seltener. Disteln zum Beispiel finden Stieglitze furchtbar lecker 🙂
    Viele liebe Grüße,
    Marlene

    1. Liebe Marlene, mir liegt das Wohl der Tiere, besonders der Vögel, auch sehr am Herzen! Sie haben es heutzutage “dank” Monokultur, versiegelten Flächen und Insektiziden leider nicht mehr leicht und brauchen unsere Unterstützung! Mein nächster Beitrag hat auch mit dem Thema zu tun:)
      Ich bin auch mit Wiesen und Obstbäumen aufgewachsen, habe aber auch schon ein paar mal die Erfahrung gemacht, dass sich das Unkraut bzw. eben eine bestimmte Pflanzensorte so extrem ausgebreitet hat, dass es mir buchstäblich über den Kopf gewachsen ist. Deswegen bin ich doch etwas zwiegespalten, gerade besonders bei Disteln.
      Ich versuche, einen guten Mittelweg zu finden, der gut für die Tiere ist, einigermaßen ansprechend fürs Auge und nicht zu arbeitsintensiv.
      Liebe Grüße!
      Amely

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