Mandelblüte in der Pfalz – Entdeckung der Macro-Fotographie – Rezept Mandelkekse

Mandelblüte mit Biene

Der Besuch eines Media-Marktes löst bei mir akute Fluchtreflexe aus. Überall daddelt, dudelt, klingelt, piept, leuchtet und blinkt es.

Deswegen gehe ich nur dorthin, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Wie zum Beispiel im Sommer, als ich dringend eine neue Kamera brauchte, weil mir die alte abhanden gekommen war.

Ich versuchte also die polyphone Licht- und Klanginstallation, die aus der Feder von Konzeptkünstlern wie John Cage oder Joseph Beuys stammen könnte, zu ignorieren und steuerte zielstrebig die Fotoabteilung an.

Dort fragte ich nach Spiegelreflexkameras im unteren Preissegment. Der Verkäufer holte zu einem langatmigen Vortrag über Festbrennweite, Objektivstärke, Verwacklungsschutz und Bildstabilisatoren aus.

Mein Impuls, den Sicherungskasten des Media-Marktes zu finden und so dem Hintergrundgedudel ein Ende zu bereiten, wurde unterdessen immer größer. Deswegen entschied ich mich kurzerhand für das ästhetisch ansprechendste Modell.

Das Kriterium Ästhetik ist zwar für die Wahl einer Kamera nicht gerade ausschlaggeben. Aber es war das einzige, das ich auf die Schnelle beurteilen konnte.

Mit dem Foto unterm Arm und einigen Euronen weniger im Geldbeutel trat ich den Fluchtweg an. Dabei fragte ich mich, ob meine Wahl die richtige war. Die Kamera ist schwerer, unhandlicher und braucht viel länger, um das Bild scharf zu stellen als mein altes Billigmodell. Bisher war ich also nicht besonders glücklich über den Kauf. Ist ja auch kein Wunder, wenn man funktionale Gegenstände nach ästhetischen Gesichtspunkten auswählt…

Doch als ich am Sonntag die Bilder von der Mandelblüte auf dem Rechner angeschaut habe, war mir klar, dass ich solche Nahaufnahmen mit meinem alten Foto niemals hinbekommen hätte! Das Bild mit der Biene auf der Blüte hat mich richtig verzaubert und alle Zweifel weggeblasen.

Die Mandelblüte ist in der Pfalz ein großes Event (also für Pfälzer Verhältnisse groß). Eigentlich habe ich nie so recht begriffen, warum, denn Kirsch- oder Apfelblüten finde ich an für sich genauso schön. Aber Mandeln wachsen eben in Deutschland fast nur hier und sind deswegen ein Markenzeichen der Region geworden.

Dieses Jahr bin auch ich dem Traum in Rose verfallen und habe sogar Mandelkekse gebacken. Für alle Mandelsüchtigen habe ich hier das Rezept:

Italienische Mandelkekse (Cantuccini di Prato)

300 gr. ganze Mandeln

300 gr. Mehl

3 Eier

150 gr. Rohrohrzucker

1 Prise Salz

200 gr. Butter

abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone

Alle Zutaten verkneten. Den Teig in vier Portionen teilen und zu Rollen formen. mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bei etwa 160 Grad 20-30 Minuten backen. Noch warm in Scheiben schneiden.

Guten Appetit wünscht euch

Amely

Verlinkt: Creadienstag; Handmade on Tuesday; Dienstagsdinge

 

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4 Comments

  1. Schöne Bilder, die richtig Lust auf Frühling und Sonne machen! Bei uns in Stuttgart sind es übrigens die Magnolienblüten, die den Frühling willkommen heißen 😉
    Und vielleicht komme ich einmal dazu dein Cantuccini-Rezept auszuprobieren!
    Liebe Grüße
    Stephie

    1. Liebe Stephie, ja, die Magnolienblüte in Stuttgart ist wirklich schön! Wir sind um diese Zeit immer in die Wilhelma gegangen, da gab es ganz viele Magnolienbäume. Hier gibt es immerhin auch ein paar…
      Liebe Grüße,
      Amely

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